Melancholisches, Düsteres, Trauriges
Kummer, Sorgen, Leid - Die düstere Seite des Lebens (ehemals Schattenwelt)
4.504 Themen in dieser Kategorie
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feedback jeder art Die Menschheit
| erstellt von Stefan Lessard- 0 Kommentare
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Die Menschheit Ich sehe etwas! Es hat lange Klauen. Mein Schatten? Nein. Ich sehe sein Gesicht! Grausam, entstellt, bösartig. Mein Spiegelbild? Nein. Ich sehe seine Gedanken! Hass, Gier, Neid. Was soll es sein? Deine Seele!
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feedback jeder art Im Haus der untergehenden Sonne
| erstellt von heiku- 3 Kommentare
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Im Haus der untergehenden Sonne Während wir langsam dunkeln, schlug der Versuch fehl über unsere Schatten zu springen. Die Sonne stand schon zu tief und noch mehr auf dem Spiel. Ich schrie nach Farben und alles wurde grau. Ich rang nach Worten, es herrschte Funkstille. Jetzt sitze ich verloren hier inmitten meiner Schatten, die sich mäandernd um mich ranken und werde sie nicht mehr los. Ich lege ein Lesezeichen in den neuen Tag, damit wir uns irgendwann wieder finden.
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feedback jeder art Der Waggon
| erstellt von Doscho- 3 Kommentare
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Hinterm Bahnhof, still und leis, steht auf einem Abstellgleis von den Bäumen fast verborgen ein Waggon und macht sich Sorgen. Er kann es nicht mehr verstehen: Hat man ihn echt übersehen? Kommt ihn wirklich niemand holen? So sitzt er auf glühend Kohlen. Manchmal fängt er an zu träumen: Wird man ihn vom Prellbock räumen? Sieht man ihn, den armen Wicht? Ist am End’ des Tunnels Licht? „NEIN!“ Seht, Leute, wie er zittert! Und dann denkt er sich verbittert: „Ich kann mir die Hoffnung sparen. Dieser Zug ist abgefahren!“
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nur kommentar Nur die Tür...
| erstellt von Bernd Tunn - Tetje- 0 Kommentare
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Nur die Tür…… Abgemagert steht sie da. Eltern sind nicht mehr nah. Fleht verzweifelt immer mehr. Der Eltern Kraft ist fast leer. Dürfen sie nicht mehr stützen. Kann der Hilfe nicht mehr nützen. Nur die Tür trennt sie noch. Erbarmen fleht: Helft mir doch! Bernd Tunn - Tetje
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nur kommentar Können wir mehr tun als nur beten, geloben, spenden und Gedichte schreiben?
| erstellt von Donna- 1 Follower
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Es gab eine Zeit, da trugen die sonnenbeschienenen Granatäpfel im Obstgarten erröttende Gesichter, und waren Zeugen des zarten Erwachens der ersten Liebe. Wo, beim ersten, schüchternen, gemeinsamen Kuss, der ungeschickten, aufeinandertreffenden Nasen, Gelächter aufkam. Wie die Hoffnung, für einen Augenblick, zu Glühwürmchen in der Dunkelheit des Sommers geworden war. Jetzt bedeuten Papierflieger, dass etwas Schlimmes passiert. Ein Neunjähriger, der sich eine Handvoll gepflückter Erdbeeren ins Gesicht stopft, der rote Saft, ein Fluß, der ihm seitlich aus dem Mund läuft. Er ist weg, einfach so. Asche fällt wie Schneeflocken. …
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feedback jeder art Dein Geist
| erstellt von Dionysos von Enno- 2 Kommentare
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I Wenn es still wird im Haus Selbst die Wachhunde schlafen Wandert hinaus zu dem Steg bei dem Hafen mein Herz Da liegt noch dein Boot Ich weiß Du bist tot Doch die Wachhunde schlafen II Ich rufe dich an Knistern erscheint Die Stille entweicht den Drähten zu leicht Der Tick-Tack-Mann schleicht durch die Wand Stille kreischt heran Ich wusste nicht dass Stille schreien kann III Über mein Nachthemd geht wie die Schwinge des Schwans durch ein Gebet der Anfang einer Hand aus Licht EinTanz Von Gesicht um Gesicht Der Nachtwind weht Ums Nachthemd legt sich Nichts Und überall spüre ich Dich
letzter Beitrag von Dionysos von Enno, -
feedback jeder art Über meine Brücke
| erstellt von Ikaros- 2 Kommentare
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Über meine Brücke Entlang des Ufers finde ich die Brücke, so möcht’ ich einmal auf ihr stehen. Find’ ich fern der Quellen neues Glück? Der Wind scheint sich zu drehen. Das neue Glück soll durch mich fließen, das Leben in mir wieder sprießen! Von jener Brücke reichet weit der Blick, so spiegelt sich im Strome mein Geschick! Und Kinder spielen nah bei ihrem Pier, stromabwärts treibt ihr Schiffchen aus Papier. Hier möchte ich verweilen, ich fühle ein Fließen und muss doch nicht eilen. Ich bin ein Schiffchen, mit Segeln, nicht schwer – erreich’ auch ich das ferne Meer?
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feedback jeder art nächtliches erblühen
| erstellt von Perry- 3 Kommentare
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nächtliches erblühen was du auch träumst immer wieder schiebt sich der mond vor die iris der sonne bis schließlich sein angesicht in ihrem feurigen kranz erstrahlt halbwach liegst du auf dem bettlaken wanderst gedankenverloren durch das schweigetal bleicher ahnungen an dessen ende sie auf dich wartet die nacht löst sich in nebelschwaden auf und du atmest das flirren erster sonnenstrahlen kannst dich nicht mehr an die farbe der blüten erinnern nächtliches erblühen.mp4
letzter Beitrag von Perry, -
feedback jeder art Eliana
| erstellt von Leontin Rau- 1 Kommentar
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Zu Beginn eines neuen Jahrtausends Wolltest du mir nahe sein, Im Hügelland von Bakony, Vielleicht war das ein Anfang Für die Liebe, doch nein ... Jetzt ziehen wieder Panzer ostwärts, Und du bist tot und ich bin krank, Hier im Hügelland hört man von weitem Alphornkläge, Guggisberg, Vor Kummer stirbt die Welt! *** Eliana Burki - Guggisberglied
letzter Beitrag von Josina, -
feedback jeder art leerer Raum
| erstellt von Mary Cassett- 1 Follower
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Ich blicke in einen leeren Raum Er ist schwarz oder weiß, vielleicht auch grau, Um ehrlich zu sein, ich seh's nicht genau Eigentlich will ich es auch nicht seh'n Da wäre nur Kälte und Leere und Staub Vielleicht sogar Spinnweben Ich hab' den Raum zu lange nicht gebraucht Und wenn ich dran denk, Hineinzugehen und aufzuräumen, Steigt Panik in mir auf Lieber würd ich die Tür fest zuschließen, Davonrennen und mich nie wieder umdrehen Zu groß ist die Angst vor der Finsternis, Die im Innern wohnt Und trotzdem sollte ich es doch endlich wagen, Bevor er ganz aufhört zu schlagen
letzter Beitrag von Joshua Coan, -
feedback jeder art Die Ewigkeit
| erstellt von Jutta S- 4 Kommentare
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Die Ewigkeit Liegt in der Unveränderbarkeit des Augenblicks Was auch geschieht Es wird das Geschehene Durch nichts seiner Eigenart Beraubt werden können Die Freude wird immer Die Freude gewesen sein Wird sie auch nicht Wiederholt, befestigt In der Zeit, in den Stand Einer Hoffnung erhoben So werde ich doch einen Ort aufsuchen können An dem Freude gewesen ist
letzter Beitrag von Jutta S, -
feedback jeder art Epigenetik
| erstellt von sowaswiepoesie- 1 Kommentar
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Ein Monster, das jeden um sich verschlungen hat Am meisten mit sich selbst gerungen hat Es wollte nie was böses tun Doch was soll es gegen seine DNA schon tun? Wollte den Kreis doch nur durchbrechen, und mit der Vergangenheit abrechnen ja vielleicht auch aus sich selbst ausbrechen. Egal wie sehr es doch versuchte, Lieb zu sein und voller Ruhe, Die Flucht aus seinem Körper gelang ihm nie, Egal wie laut es auch um Hilfe schrie. Es schien als würd es niemand hören, Doch des Monsters Art stets jeden stören. Es wollte doch kein Monster sein, Sein Dickes Fell schloss es nur ein. …
letzter Beitrag von Perry, -
feedback jeder art Der Himmel grau
| erstellt von Kurt Knecht- 3 Kommentare
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Der Himmel grau und regenschwer, kommt drohend dunkel heut daher; und Schwermut legt sich auf‘s Gemüt, Novemberblues gibt sein Debüt. Da ist ein zaghaft ängstlich sein, im Innern stumm lautloses Schrein; man fühlt sich hilflos abgehängt, von um sich rum nur noch bedrängt. Und keine Hoffnung ist in Sicht, am Horizont kein kleines Licht; verliert man jetzt den Rest Verstand, gibt man sein Leben aus der Hand. (fährt man sein Leben an die Wand)
letzter Beitrag von solmar, -
feedback jeder art Frostig
| erstellt von Lightning- 2 Kommentare
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Es schneit Gefühle, kalter Regen über Wangen, Kinn entgegen, Herz gefriert, wie alles Sein, die weite Welt in mir wird klein. Die Sonne scheint noch irgendwo, doch heute werde ich nicht froh, ich blicke in das schöne Morgen, frei von Ängsten, Leid und Sorgen.
letzter Beitrag von Lightning, -
feedback jeder art Der Anfang meines Lebens
| erstellt von Kerstin Mayer- 1 Kommentar
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Der Anfang meines Lebens Ich bin allein auf leeren Wegen, die Reifen rollen Tag und Nacht. Ich kann mir selber nicht vergeben, hab zu viel Zeit mit dir verbracht. Ich seh ein Bild von hellen Tagen, seh Zeiten, als wir noch vereint. Ich spür noch immer all die Klagen, und Tränen, die ich still geweint. Du warst der Anfang meines Lebens, doch du bist auch mein schlimmster Traum. Ich warte auf dich stets vergebens, verliere mich in Zeit und Raum. Der Wind ruft leise deinen Namen, ich spür ihn warm auf meiner Haut. Ich glaub, ich lieg in deinen Armen, spür Dinge, die mir so vertraut. Ich fühl mich rastlos und getrieben, …
letzter Beitrag von Moni, -
feedback jeder art Blut oder Wein ?
| erstellt von Dionysos von Enno- 0 Kommentare
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Hier ruht sie in Frieden ist das Wein oder Blut an ihrer Nase, mein Hase, was läuft ihr aus der Nase, Blut oder Wein ? Die Liebe hatte sie immer gemieden aber nicht die Wut! Sie wollte nie alleine sein Wollte nie die sein, von der man sagt: Hier ruht sie in Frieden Von sich sagen wollte sie: Ich gehöre zu dem oder dem Wollte ein Lämmlein sein und wars nie eher ein Löwenschrei Hast du sie gesehen? Hase, hast du sie gesehen ? Wie sie schrie…mein Gott so schrie nie wieder eine, wie die ! Mit ihren Stiefeln aus Zungen Ih…
letzter Beitrag von Dionysos von Enno, -
feedback jeder art Staub.
| erstellt von Ava- 0 Kommentare
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Eine dicke Staubschicht hat sich um mich herum und in meinen Augen gesammelt. Doch ich starre einfach weiter auf die aufgeklebten Sterne an der Decke. Regungslos, bewegungslos hoffnungslos. Irgendwann hört der Staub auf zu brennen, der Schmerz auf zu wirken, und meine Arme auf zu bluten.
letzter Beitrag von Ava, -
feedback jeder art Im Irrsinn der Identität
| erstellt von Gram- 2 Kommentare
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Verfahrene Pfade, verflochten und dicht, So abseits von menschlichem Brauchtum und Glanz, Da gibts keine Sorgen und auch keine Pflicht, Sie führen mich auf die gewünschte Distanz. Hier schweben die Geister im Nebel zum Tanz, In schneeweißen Kleidchen mit glasgleichem Blick. Sie tauschen sich aus für die Wahl eines Manns, Der Neues ertastet mit altem Geschick. So viel an der Zahl war'n die Türn seiner Wahl Und einige schloss er schon hinter sich zu, Denn einige Wahrheit ist viel zu brutal, Doch er ist der Schreiber, der Leser bist Du. 25. Dezember 2005 Gram
letzter Beitrag von Gram, -
feedback jeder art Willenlos
| erstellt von Nesselröschen- 2 Kommentare
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Das Windrad dreht sich, ins Leere geht mein Blick, lässt sich einfangen, verharrt wartend; schmerzlich fehlt das Kompakte; meine Ränder zerfallen, saugen dich auf, mit all dem, was ich abwehre; es beißt sich fest, setzt sich in mir fort. Nicht so tief drang die Unwissenheit. Lass mich, wie ehemals, in dein Antlitz blicken, das nichts preisgibt, halte mich und wiege mich in Sicherheit.
letzter Beitrag von Nesselröschen, -
feedback jeder art Mein Körper oder so.
| erstellt von Ava- 1 Kommentar
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Es quillen Maden aus meinen Augenringen und ich kann nicht aufhören zu zuschauen. Es strömen Maden aus meinen Ohren, und ihr Geschreie hat mein Trommelfell zerrissen. Manche Maden verkleben mein Haar, bleiben hängen und nähren sich ganz langsam und jetzt schaut mich niemand mehr an. Mein Mund bleibt offen hängen, sie haben meinen Kiefer längst zerfressen und tropfen aus ihm raus wie Speichel. Von meinen Adern zu meinen Armen, Rote Flecken malen meine geplatzten Adern auf der grauen Toten haut, die sich ächzend wellt. Da sind Eier in meinen Fingerkuppen, und ich spür wie sie sich in meine Nägel graben. Was stirbt zuerst Ich …
letzter Beitrag von Teddybär, -
feedback jeder art Beerensüß
| erstellt von Kunstersatz- 1 Kommentar
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Beerensüß, so ist der Duft, der blauen Nebel, unsre Luft wird knapp, wir atmen Not, erstickt vom Feuer, sind tot und schon längst gestorben, wie die Beeren verdorben;
letzter Beitrag von Kunstersatz, -
feedback jeder art Ja zum Leben
| erstellt von Teddybär- 3 Kommentare
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Ja zum Leben Der Schmerz sitzt in den alten Knochen Vor allem im Herbst, wenn die Blätter treiben Das Arzthonorar schnellt in die Höhe Besserung will sich einfach nicht zeigen. Ein Springen von Pontius zu Pilatus Und dennoch immer nur tröstende Worte Das Alter beliebt mit den Nerven zu spielen Öffnet dem Unwohlsein die Pforte. Die besten Tage sind längst hinter mir Nun heißt es in Würde das Alter ertragen Zum Glück kann ein noch intakter Geist Ein entschiedenes Ja zum Leben sagen. © Herbert Kaiser
letzter Beitrag von Ralf T., -
feedback jeder art teelicht am steg
| erstellt von Stefan Lessard- 0 Kommentare
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teelicht am steg am ufer des flusses steh ich am abend und sage tschüss neben dem fluss ein bächlein entsprungen aus bitt'ren tränen bald ist's vergessen bleibt nur noch das teelicht am steg
letzter Beitrag von Stefan Lessard, -
feedback jeder art Impressionen
| erstellt von horstgrosse2- 0 Kommentare
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Impressionen Sporadisch fliegen Gedanken vorbei, beim Lesen deiner verkanteten Umwelt. Schön rasiert, geduscht und geföhnt, die Auswahl deiner zehrenden Worte. Das Gewitter entlädt sich anderswo. Still steht das Milchkännchen auf dem Tisch und erzählt etwas über ein trautes Heim. Wäre da nicht die Träne die da rinnt und der Blick, weit zum Fenster hinaus. Und das alles kommt bei mir an und drückt ... .. .
letzter Beitrag von horstgrosse2, -
feedback jeder art Wenn die Elefanten fliegen
| erstellt von Nesselröschen- 2 Kommentare
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Wenn die Elefanten fliegen Immer, wenn der Schnee fällt und ich deinen Geburtstag vergesse weil ich den Kopf in den Sand stecke fühle ich einen Hauch von Sommer und deine Hand an meiner. Ab und an suche ich dich an dem Ort der nur unsere Namen kennt und erhasche ein Stück vom Himmel bis er sich verdunkelt. Manchmal höre ich deine müden Schritte sie durchmessen die Strecke zwischen Wahn und Wirklichkeit du sprichst von deiner Qual und der Entscheidung. Manchmal liegen wir im Gras und sehen den Wolken beim Tändeln zu deine Hand ist sparsam wie deine Worte …
letzter Beitrag von Nesselröschen, -
feedback jeder art Unausweichliche Erkenntnis
| erstellt von Ava- 0 Kommentare
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Ich laufe vor ihr weg, wie das Opfer vor dem Mörder. Keuchend, tränenüberflossen, schreiend liege ich im Bett. Schlage Türen hinter mir zu – sie reißt sie auf. Verstecke mich hinter Vorhängen – sie reißt sie auf. Laufe tausend neue Wege entlang, Am Ende steht sie immer vor mir. Kannst du mich retten? Verdiene ich Rettung? Ich verdiene dich nicht. Verdienst du mich? Resigniert stehe ich vor ihr, Tränen- und Schweißgetränkt, den Lebenswillen ausgekeucht und lasse sie wie jedes mal in meinen Kopf hinein Du wirst mich auch verlassen . . . oder?
letzter Beitrag von Ava, -
nur kommentar Im Gemüt...
| erstellt von Bernd Tunn - Tetje- 0 Kommentare
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Im Gemüt… Im Gemüt ist ihr dumpf. Auch der Alltag wirkt so stumpf. Volles Glas wirkt verlockend. Wie verkrampft bleibt sie hocken. Zitterhand streckt sich raus. Treibt sie wieder in das Aus. Bernd Tunn - Tetje
letzter Beitrag von Bernd Tunn - Tetje, -
feedback jeder art Gezückte Messer und Damoklesschwerter
| erstellt von Ava- 3 Kommentare
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Auf ein offen gezücktes Messer lief ich mit offenen Armen zu, in der Hoffnung du würdest es doch noch rechtzeitig von mir wegnehmen. Ich fiel dir in die Arme mit genug Narben auf meiner Brust, aber es passierte nichts. In einem kurzen Schwebezustand befand ich mich. Doch dieses nichts hing wie das Damoklesschwert über mir. Die konstante Angst, dass da doch mehr ist als was du vorgibst. Angst, dass du doch wer anderes bist als du vorgibst. Ich glaube am Ende hab ich mich ein wenig nach dem Fall gesehnt. Ja am Ende hat mein Herz gebettelt, dass es gebrochen wird. Am Ende hab ich dich trotzdem geliebt und dich trotzdem…
letzter Beitrag von Hera Klit, -
feedback jeder art Die Fliegen sind geblieben
| erstellt von Joshua Coan- 1 Follower
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Draußen tobt das Leben Ich höre es gedämpft durch die Fensterscheiben Hinter geschlossenen jalousinen vermute ich den Tag Das Licht könnte die Sonne sein Auf all die Dinge die sich bewegen Wir beide aber sind liegen geblieben In einem Raum voller Fliegen Folgen meine Augen den wirren Punkten im Zimmer Hin und wieder landen sie auf dir Bis ich sie aufschrecke Wenn ich dich berühre Irgendwann nicht mehr Dann landen sie auch auf mir Bis es soweit ist Erleichtere ich mich erneut hier Denn noch immer hält mich mein Verlangen gefangen Glaubst du ich wollte das es so endet? Das der einzige Trost…
letzter Beitrag von horstgrosse2, -
feedback jeder art Wenn du den Mond enttäuschst
| erstellt von Hera Klit- 1 Kommentar
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Wenn du den Mond enttäuschst Der Mond schlich über die Dächer, als wolle er nicht stören, dabei meißelte sein Licht deinen Body wie Michelangelo in seiner Prime. In dem Moment wusste ich instinktiv, es wird nie mehr besser kommen können, das war jetzt der Gipfel nicht zu toppen. Ich habe meine Chancen gehabt, eine wie die andere habe ich verzockt für das, was mir die Zukunft versprach. Aber da kam nichts, das meine Fehler hätte aufwiegen können. Ich hoffe, er weiß, was er an dir hat und hält dich fest, so lange es gehen mag. Ich darf ihn nicht hassen, ich habe es selbst versiebt. Warum wollen wir immer nehmen, …
letzter Beitrag von Hera Klit, -
feedback jeder art Kleine Schwankungen im Verhalten
| erstellt von Ava- 0 Kommentare
- 419 Aufrufe
Die kleinste Veränderung in deinem Verhalten ist ein Hammerschlag, der sich immer wiederholt in meinem Kopf, bis ich zerbrochen bin. Du versprichst mir, dass alles gut ist. Aber was ist, wenn es das nicht ist? Ich sehe bei der kleinsten Veränderung schon wie du mich verlässt. Es tut mir leid, dass ich so bin. Ich wünschte, ich könnte einfach einmal aufhören zu denken. Bitte verlass mich nicht.
letzter Beitrag von Ava, -
feedback jeder art Abschiednehmen
| erstellt von Ava- 1 Kommentar
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Schnelle Schritten hallen durch den langen Flur. Alle haben sich um dich versammelt. Freut dich das? Tausend Bilder ausgemalt und keines hat mich auf die Realität vorbereitet. Tausend Emotionen fluten aus meinen Augen. Du liegst auf dem Bett. Atmest schwer und laut. Machst kaum die Augen auf. Ist das wirklich ein Abschied? Sanft streichle ich über deine Wange, ich will was sagen, aber mir fällt nichts ein, Ich will optimistisch sein, sage, dass wir uns bald sehen werden. Ich sage dir, dass ich dich vermisst habe. Das soll kein Abschied sein. Du schaust mich an. Kurz sind deine Augen auf. Bitte lass das kein Abschied sein.…
letzter Beitrag von Pegasus, -
feedback jeder art Ana
| erstellt von Kerstin Mayer- 4 Kommentare
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Ana Geh nicht Ana, lass mich nicht allein, bitte geh nicht, du musst bei mir sein. Meine Seele ist so tot und kalt, deine Freundschaft ist mein ganzer Halt. Wildes Feuer – unter meiner Haut, wildes Feuer, das mein Eis nicht taut. Stumme Schreie, die kein Mensch je hört, eine Liebe, die mich fast zerstört. Deine Augen schaun mich fordernd an, sagst mir täglich, was ich schaffen kann. Deine Schönheit lässt mir keine Ruh, ach wie gerne wär ich so wie du. Rotes Feuer – wie es niemand kennt, heißes Feuer, das mich fast verbrennt. Tausend Tränen, die kein Mensch versteht, eine Sehnsucht, die wohl nie vergeht. Voller Demut …
letzter Beitrag von Vetula, -
feedback jeder art Karussell
| erstellt von Vetula- 4 Kommentare
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Das Karussell dreht schneller und schneller das Leben zieht vorüber suche den Notknopf lass ich mich halt fallen krieche zum Ausgang aufstehen, Gleichgewicht finden
letzter Beitrag von Vetula, -
feedback jeder art Zwei Kissen
| erstellt von Vetula- 2 Kommentare
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Ich starr die Decke an denk an dich die Nacht unendlich kalt und düster mein Kissen nass leer deins daneben
letzter Beitrag von Vetula, -
feedback jeder art Erlösung
| erstellt von Teddybär- 1 Follower
- 4 Kommentare
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Erlösung Du hast den Himmel mir gezeigt Ich glaubte mich verloren Bis ich liebestrunken dir in die Arme fiel Ich fühlte mich wie neu geboren. Du hast das Herz in mir erweckt Des Kopfes Zweifel musste schweigen Mit viel Rouge und Lippenstift Wollte sich Aphrodite in dir zeigen. Ich war eingetaucht in eine fremde Welt Der schieren Lust und Leidenschaft Als das Elysium für uns zerbrach Hat Erlösung mir der Tod gebracht. © Herbert Kaiser
letzter Beitrag von Teddybär, -
feedback jeder art Lange Pullover an heißen Sommertagen tragen
| erstellt von Ava- 2 Kommentare
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Ein langer Pullover Ärmel überdeckt einen Arm bedeckt von vereinzelt nicht abrasierten Haaren und von vereinzelt verblassten Narben. Ich schwitze. Es ist ein heißer Sommertag, aber der Gedanke, dass man meine Arme sehen könnte für das nicht feminine und depressive Wesen, das sie trägt, macht mich krank. Zu Hause sehe ich mir meine Arme an. Es fühlt sich scheiße an. Am liebsten würde ich doch einfach nur mich selbst aufschneiden und eine neue Haut tragen, in der ich mich wohl fühlen kann. In der ich mich feminin genug und maskulin genug und glücklich genug und heile genug und genug und schön fühle. Aber ich glaube, …
letzter Beitrag von Josina, -
feedback jeder art Zwischentöne
| erstellt von Darkjuls- 1 Follower
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Du teilst all mein Verlangen in Hoffen und Bangen zwei vor, eins zurück jeden Schritt Richtung Glück gehe ich mit Bedacht da ich die Erfahrung gemacht dass die Enttäuschung enorm wenn´s Gefühl nicht konform mit dem, was es verspricht aus der Haut kann ich nicht gebe mich nun zufrieden denn du kannst mich nicht lieben sag, wie kann ich mich schützen der Verstand will nichts nützen wenn das Herz hofft und bangt ist vor Sehnsucht ganz krank steht vor dem Scherbenhaufen wo Wünsche ins Leere laufen es bleibt nichts als Verlangen zwischen Hoffen und Bangen
letzter Beitrag von Pegasus, -
feedback jeder art Isolation
| erstellt von Ava- 1 Kommentar
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Ich spreche mit mir selbst, nur um meine Stimme, nur um eine Stimme zu hören. Ich spüre nichts und alles gleichzeitig, jeder Atemzug ist wertlos und schmerzvoll, ich weine zufällig, nur nicht dann wenn ich will. Ich glaub, die Wände essen meinen Verstand, oder das was davon übrig ist. Ich wünschte, ich wär ein Bild, ein Gemälde, eine Warnung über den Zerfall des selbst, ich wünschte mein Körper würde zerfallen.
letzter Beitrag von horstgrosse2, -
feedback jeder art Drogen
| erstellt von Unikat- 0 Kommentare
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Trübe Mimik in keinem sein Schadenfreude ist ihr Blick zu weit in das in jeglicher Formel der begabten Zone Wiederliche Agone, gezeichnet des Lebens Des Ende private Lichte leben mit Vermächtnis Verziert nichts außer deine Lebendigkeit in Kälte Väterlichen besitze ,hässlichkeit im Netze in Zuneigung verkettet ,gestillt mit Schlägen und paar frechen Blicken Paar echte Lügen ,die dich erzogen bis du reinigst und bettelst Nicht um Liebe sondern im verhängnisvollem Tode Verängstlich roter Blick mit gewährten Lippen lesen erblickt Sie hat in ihr Leben oft gebettelt Hat gebastelt um zu leben Hat in ihren kleinen zierlichen Händen in dem sie doch tragen …
letzter Beitrag von Unikat, -
feedback jeder art Meine Atemlosen
| erstellt von J.W.Waldeck- 0 Kommentare
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Meine Atemlosen sie schaffens nicht den Flächenbrand in meinem Blut zu stillen zwischen monotonem Schlummer und traumlos Weckruf verdammt, sich zu erfinden zu Willen bleiben längst vergessne Schattengeister doch ihre Leerreiche beweinen mit jedem Ausscheiden die Fabelwelt (die mich gefangen hält) zu oft spülten mich mitleidlose Gestade an die sagenhafte Grenze und nur der Ruf rebellischer Raben klingt nicht lebendig begraben wie das einsame Spülbecken monströser Maschinen die nur dem Überleben dienen doch fast ewig meinen To…
letzter Beitrag von J.W.Waldeck, -
feedback jeder art sommertag, einst
| erstellt von Waldjunge- 2 Kommentare
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da ist er noch der knisternd brütend frühe sommernachmittag so still und so heiß leer der hofplatz katzen und hühner entschwunden in das land der schatten die längst verstorbenen großeltern ruhen im dämmer der kleinen stube neunzehnhundertdreiundsiebzig eine stunde aus der zeit hinaus gefallen alles fügt sich in dieses eine bild das nur einen augenblick in diesem august gerinnt die blätter der buchen wie kleine silberne spiegel die flirrende luftschicht kocht über dem grauen glas des ackers traumgefangen der flug der schwalben blind in eine zeit hinein die nie vergeht und d…
letzter Beitrag von Waldjunge, -
feedback jeder art Angst
| erstellt von Schattenreiter- 2 Kommentare
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Angst steht am Ende Doch am Anfang steht sie auch Kalt Durchdringend In den falschen Momenten zu leise Und sonst doch immer nur zu laut Dunkelheit meine Zuflucht Und die Unendlichkeit mein Reich Verdrängung Verleumdung Niemand besonders Und am Ende doch eh alle gleich
letzter Beitrag von Schattenreiter, -
feedback jeder art REM
| erstellt von Sidgrani- 2 Kommentare
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Die Finsternis kriecht aus den Spalten, ich schrecke hoch, bin nicht allein. Mich mustern schaurige Gestalten und etwas hockt auf meinem Bein. Ich schrecke hoch, bin nicht allein, gewahr, wie Hände an mir ziehen, und etwas hockt auf meinem Bein. Ich bin gelähmt und kann nicht fliehen. Gewahr, wie Hände an mir ziehen, mein Schrei nach Hilfe wird erstickt. Ich bin gelähmt und kann nicht fliehen, der Teufel hat sein Heer geschickt. Mein Schrei nach Hilfe wird erstickt, das Grauen rückt bedrohlich näher. Der Teufel hat sein Heer geschickt, die Luft um mich wird immer zäher. Das Grauen rückt bedrohlich näher, mich mustern schaurige…
letzter Beitrag von Sidgrani, -
feedback jeder art Der dunkle Fluss
| erstellt von Teddybär- 2 Kommentare
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Der dunkle Fluss Verzweifelt stehe ich am Ufer Dunkler Fluss mit dickem Bauch Rauschend höre ich den Rufer: Komm und folge meinem Lauf ! Zieht der Fluss mich in die Tiefe Löscht er alle Not und Pein? Es steht in meinem Abschiedsbriefe: Die Seele sucht ein neues Heim. Doch nun graut mir vor den Fluten Zuvor noch für den Sprung bereit Will ich mich schleunigst sputen In mir macht Todesangst sich breit. © Herbert Kaiser
letzter Beitrag von Teddybär, -
feedback jeder art Saharastaub
| erstellt von JohannaBlau- 2 Kommentare
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Verbrannte Erde in der Luft. Vergangene Taten fliehen übers Meer. Werfen ihre trocknen Tränen über alles. Roter Staub legt sich vor die Sonne. Alles ist anders. Gräulich säht mein Kopf Gedanken. Ich sehe rückwärts; schaudernd. Und die Magie schraubt sich in die Höhe. Neonlicht, Fluchtlicht, zeigt mir wohin ich will. Johanna Blau April 2024
letzter Beitrag von JohannaBlau, -
feedback jeder art Der Boandlkramer
| erstellt von Gram- 1 Kommentar
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Er schürt die Glut all unsrer Angst Und findet's gut, wenn du verlangst, Nach Drogenrausch, wie Federflausch. Wenn du mal um dein Leben bangst, Stopft er den ersten Wattebausch In's Futter für den deinen Sarg, Bis du halb tot durchs Leben schwankst, Das ohnehin schon kalt und karg. Er freut sich sehr, wenn du bald stirbst Und bald noch mehr, wenn du verdirbst. Fleisch vergammelt, denn er sammelt Die Gebeine gern als Grundgerüst. Wenn du noch um dein Leben wirbst, Doch deine Stimme still schon stammelt, Wirst du bald von ihm geküsst, Von deinen Nächsten dann vermisst. Er ist …
letzter Beitrag von Gram, -
feedback jeder art Die Dunkelheit trauert
| erstellt von J.W.Waldeck- 0 Kommentare
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Die Dunkelheit trauert, die Götzenverliebtheit lauert einfach dahingleiten und langsam verblassen die grauen Zäune allein stehen lassen die ineinander verflochten dich einsperren hoffen Hoffen, aus fremden Gründen eingeschlossen zwischen Türmen, Trümmern und Kaputtkümmern Märtyrermädchen ufern aus wo Brüder und selbsternannte Glaubenshüter die verteufelte Sinneslust allmächtig fürchten die sich Gott zu sein erlaubt obliterate my fate! schlachtet ihr heiß geliebtes Gebet wie Erebus erschaut, nur blind vertraut... geh, lästern ihre leeren Becher am Rande die bunten Ringe, die g…
letzter Beitrag von J.W.Waldeck, -
feedback jeder art Odysseus
| erstellt von Ikaros- 0 Kommentare
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Odysseus Der Fahrten Sturm und Wehmut, durch der Welten Gischt und Schaum – versüßt durch letzten Wermut, ich wandle an des Daseins Saum. In der Nacht schwelt mir der Tag hinfort, so dämmert mir das Jetzt an Bord. Zwischen Herakles’ so fernen Säulen, und Trojas nahen Dardanellen, möcht’ mein Schatten laut im Sturme heulen, und Dein Licht mich doch erhellen. Du bist mir lange schon so fern, mein Steuerrad in dieser Nacht. Du bist mir jede Nacht mein heller Stern und wiegest auf die schwere Fracht. Doch wankt mein Boot in letzter Stund’, ich falle in den dunklen Schlund. …
letzter Beitrag von Ikaros, -
feedback jeder art Hospiz
| erstellt von Rosa- 2 Kommentare
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Hab mich entschieden abzutreten, von dieser, ach so schönen Welt. Niemals habe ich darum gebeten, dass mich das Karzinom befällt. Ganz lange ist es gut gegangen, die Therapie war scheinbar ein Erfolg. Nach langem Hoffen und auch Bangen, fordert der Sensenmann den Sold. Hab meinen Frieden jetzt gemacht, will mich dem Schicksal fügen. Das Leben ist für mich vollbracht, kann mich nicht mehr selbst belügen. Geordnet ist nun meine Habe, festgelegt, wohin mein Grab. Zum Abschied ich euch allen sage, denkt an mich und habt mich lieb.
letzter Beitrag von Rosa,
