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Tja lieber Georg,

 

so erlitten schon die Sabinerinnen in Rom

das erst spÀter bekannte Stockholm Syndrom

 

Eine von dir mal wieder in meisterlicher Manier verdichtete Anekdote aus frĂŒh-geschichtlicher Zeit.

Hier entstand aus einem zunÀchst gewaltsamen Akt an den Frauen durch ihr beherztes Eingreifen dann doch noch etwas Positives. Die Sabinerinnen waren echte Heldinnen. Wenn es doch nur immer so sein könnte, ...

 

GrĂŒĂŸe,

Aries  

 

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vor 22 Minuten schrieb Aries:

Eine von dir mal wieder in meisterlicher Manier verdichtete Anekdote aus frĂŒh-geschichtlicher Zeit.

 ...vielen Dank, lieber @Aries, ich erröte im Geiste... 😉 

 

vor 22 Minuten schrieb Aries:

Hier entstand aus einem zunÀchst gewaltsamen Akt an den Frauen durch ihr beherztes Eingreifen dann doch noch etwas Positives. Die Sabinerinnen waren echte Heldinnen.

...die Handlung spielte sich etwa 700 v.Chr. ab., also kurz nach der GrĂŒndung Roms um 753 v.Chr.

Laut Experten konnten die Handlungen der Römer erst seit ca. 300 v.Chr. historisch nachgewiesen werden, der "Raub der Sabinerinnen" ist also eine Sage, der Wahrheitsgehalt nicht gesichert.

 

Zu den "Heldinnen":

Zwischen dem Raub der Frauen und dem Eingreifen der SchwiegervÀter vergingen mehrere Jahre, einige Frauen hatten bereits Kinder.

Ungewöhnlich an der ErzĂ€hlung ist, dass die Frauen nicht - wie sonst ĂŒblich - versklavt wurden, sondern dass ihnen von Anfang an der Status der Ehefrau zugesprochen wurde.

So ist auch ihr beherztes Eingreifen zu erklÀren.

 

Nochmals "Merci" und viele GrĂŒĂŸe,

Georg

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Endlich mal wieder die "Urfassung". Sonst benennt man stets so ein TheaterstĂŒck mit diesem Titel. Es geht um ein TheaterstĂŒck, welches der Dichter aber nicht unter seinem Namen auffĂŒhren lassen möchte. ...

 

Deine Abhandlung, Georg, ist aber auch sehr schön!

 

LG, Heiko

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Hallo, lieber Georg

Dass Frauen gegen ihren Willen verheiratet wurden, gib es ja heute leider noch. (Zwangsverheiratet, darauf steht bis 5 Jahren GefÀngnis). Die Sabinerinnen wurden allerdings geraubt.( römische Sage).

Das machte bei vielen der Frauen auch keinen alzu großen Unterschied. Einige haben sich sicher damit arrangiert oder waren raffiniert, haben so Ihre MĂ€nner in den Griff bekommen. Doch in erster Linie (wie ich uns MĂŒtter kenne) haben sie damals auch wohl an ihre Kinder gedacht. FĂŒr einige Frauen gabs ja auch noch den Wald mit den speziellen KrĂ€utern, die Frau ins Essen streuen konnte und schon schlief der Mann selig ein. Wie war das noch, die Ehe endet mit dem Tod des Partners.

Allerdings sehr traurige Wahrheit ist heute noch.

Nach UNICEF-Angaben leben weltweit mehr als 60 Millionen junge Frauen, die verheiratet wurden, bevor sie volljĂ€hrig wurden, die HĂ€lfte davon in SĂŒdasien. Der Europarat forderte im Oktober 2005 staatliches Vorgehen gegen Kinderehen und Zwangsheirat.

Dein Merksatz speziell zu der Zeit damals oder auch heute?

Da gruselt es mich als Frau schon.

Denke da an die Barbaren (heute) in Kriegsgebieten. Wo aus einigen KÀmpfern Monster und Mörder werden.

Es gibt allerdings auch viele liebe, wunderbare kluge MÀnner die mit uns Frauen auf Augenhöhe stehen.

Zu denen wir gerne hin und wieder aufschauen und sogar sehr gerne freiwillig mitgehen!

 

 

Herzliche GrĂŒĂŸe

Feministin Josina

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vor 17 Stunden schrieb WF Heiko Thiele:

Deine Abhandlung, Georg, ist aber auch sehr schön!

Vielen Dank dafĂŒr, lieber @WF Heiko Thiele.

Mit "Urfassung" meintest Du wohl die Handlung in der Zeit kurz nach der GrĂŒndung Roms? 

 

Liebe @Uschi R.,

nun, in DIESEM Fall hatten die Sabinerinnen leider keine Wahl, nach etwas Besserem zu suchen.

Die "Wahl" hatten die Frauen - wenn's gut lief - ohnehin erst seit ca. 150 Jahren.

 

vor 12 Stunden schrieb L.A.F.:

Was du hier tust, ist fuer mich der ultimative Orgasmus: Seine eigenen Texte vortragen. Deine Stimme, der Leserhythmus geben dem Ganzen tausende Bilder mit dazu. Karin und ich vertonten auch eigene Gedichte, einzig eine Spielerei, aber spassig. Doch du bist dazu geboren. Dein Lorenz

Lieber Lorenz @L.A.F.,

Ich freue mich SEHR darĂŒber, Dir im tropischen Thailand einen Leseorgasmus beschert zu haben 😉. Nein, im Ernst, ich bin ganz gerĂŒhrt von Deinen netten Zeilen. Und was Du mit der lieben Karin damals produziert hast, war auch sehr spannend und kreativ.

 

zu "ganz am Schluss":

eigentlich mĂŒsste es heißen: ...dass regierte, ganz am Ende, ein Sabiner mit dem Römer Romulus. Aber da sich "Schluss" auf "Romulus" reimt, habe ich die beiden Worte ausgetauscht.

Das ist das Knifflige an historischen Gedichten: Man kann sich die Begrifflichkeit nicht aussuchen, die ist zum großen Teil festgelegt. Daher muss man ein wenig kompromissbereit sein.

 

vor 2 Stunden schrieb Darkjuls:

Lieber Georg, auch ich bin ganz verzĂŒckt. Dichterisch hervorragend und ganz großartig vorgetragen. Daumen hoch und immer wieder gern.

Liebe @Darkjuls,

es freut mich ganz besonders, dass Du als emanzipierte Frau mit dem Thema etwas anfangen kannst. Im Zuge der "me-too"- Debatte muss ich immer aufpassen, was ich schreibe. In der Antike galten aber - leider - andere MaßstĂ€be. Um so bemerkenswerter ist, dass die Frauen sich damals so mutig ins SchlachtgetĂŒmmel gestĂŒrzt haben.

 

vor 47 Minuten schrieb Josina:

Nach UNICEF-Angaben leben weltweit mehr als 60 Millionen junge Frauen, die verheiratet wurden, bevor sie volljĂ€hrig wurden, die HĂ€lfte davon in SĂŒdasien. Der Europarat forderte im Oktober 2005 staatliches Vorgehen gegen Kinderehen und Zwangsheirat.

Dein Merksatz speziell zu die Zeit damals oder auch heute?

Liebe @Josina,

 

vielen Dank fĂŒr Deinen aktuellen Beitrag zu diesem Thema. Ich finde es sehr wichtig, so ein Ereignis auch in die heutige Zeit zu ĂŒbertragen.

Danke auch fĂŒr Deine Anmerkung zum "Merksatz": Der bezieht sich natĂŒrlich AUSSCHLIESSLICH auf die Antike. Zum GlĂŒck hat der Bundestag die Gesetzesreform "Nein heißt nein!" im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht. 

 

Euch ALLEN nochmals herzlichen Dank!

Danke auch an @Donna und an @Ponorist fĂŒr die Likes!

 

Liebe GrĂŒĂŸe und allen ein schönes Wochenende,

Georg

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Dass ich etwas damit anfangen kann, liegt vor allem daran, wie Du es mir als Leser angeboten hast. Geschichtlich bin ich nicht so sattelfest. Aber wĂ€re mein Geschichtslehrer auf die Idee gekommen, das Geschehene so oder Ă€hnlich auszuschmĂŒcken, ich wĂ€re seine beste SchĂŒlerin gewesen. Erst hat mich ja der geschichtliche Titel etwas abgeschreckt, gerade weil ich da eigentlich nicht so gut mitreden kann. Dann fand ich das Gedicht auch sehr lang. Doch es liest sich sehr flĂŒssig. Sind Geschichte und Kultur ein Lieblingsthema von Dir? Ich bin gespannt auf weitere Zeilen aus Deiner Feder, Georg. 

 

Sei gegrĂŒĂŸt von mir. Juls

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Hallo Georg!

Mit "Urfassung" in der Tat der römische Vorfall.

 

Übrigens war das zu frĂŒheren Zeiten, also zu ganz frĂŒheren Zeiten, nicht unĂŒblich, sich weibliche Exemplare der eigenen Art aus einer anderen Sippe zu "raupen". Als die Gruppen noch relativ klein waren, zogen die MĂ€nner neben der Nahrungsuche auch hin und wieder los, um "neues Blut" zu erlangen. NatĂŒrlich ging das nicht immer rĂ€uberisch zu. Oftmals wurde auch ein entsprechnder Gegenwert gezahlt. Ob dieses das MĂ€del jedesmal auch wollte, steht auf einem anderen Blatt.

 

Gruß, Heiko

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Am 30.7.2022 um 14:03 schrieb WF Heiko Thiele:

Übrigens war das zu frĂŒheren Zeiten, also zu ganz frĂŒheren Zeiten, nicht unĂŒblich, sich weibliche Exemplare der eigenen Art aus einer anderen Sippe zu "raupen". Als die Gruppen noch relativ klein waren, zogen die MĂ€nner neben der Nahrungsuche auch hin und wieder los, um "neues Blut" zu erlangen. NatĂŒrlich ging das nicht immer rĂ€uberisch zu. Oftmals wurde auch ein entsprechnder Gegenwert gezahlt. Ob dieses das MĂ€del jedesmal auch wollte, steht auf einem anderen Blatt.

Lieber @WF Heiko Thiele,

 

Du meintest wahrscheinlich die Jungsteinzeit, in der die Menschen als „JĂ€ger und Sammler“ noch nicht sesshaft waren. Damals ging es sicherlich – in vielerlei Hinsicht – ziemlich ruppig zu, auch bezĂŒglich Zwangsehe, Menschenraub und Sklaverei.

 

Interessant ist aber, dass es zu dieser Zeit hĂ€ufig bei den StĂ€mmen ein Matriarchat gab, in dem Frauen angebetet wurden und vermutlich auch maßgeblich das Geschick ihrer Gemeinschaft beeinflusst haben. Die Statur der „Venus von Willendorf“ (ca. 30.000 Jahre alt, siehe Abbildung) ist ein Beleg dieser speziellen Lebensform.

 

Liebe GrĂŒĂŸe von Georg

 

Am 29.7.2022 um 20:00 schrieb L.A.F.:

Hi @Georg C. Peter, beeindruckend, wunderbar verdichtet, feine Arbeit (Nepp nun/Neptun 🙂).

 

Lieber Lorenz @L.A.F.


Dieser Satz von Dir ging bei mir völlig unter. Ich habe mich aber besonders ĂŒber ihn gefreut, denn vor allem dieser Vers ließ mich etwas ratlos zurĂŒck (kann man das wirklich so machen oder ist dieser Reim zu "doof"?). Sicherlich kann man das so oder so sehen, aber zumindest Deinen Humor scheine ich damit getroffen zu haben. 😉 

 

Liebe GrĂŒĂŸe von Georg

 

Am 30.7.2022 um 13:32 schrieb Darkjuls:

... wĂ€re mein Geschichtslehrer auf die Idee gekommen, das Geschehene so oder Ă€hnlich auszuschmĂŒcken, ich wĂ€re seine beste SchĂŒlerin gewesen.

 

Sind Geschichte und Kultur ein Lieblingsthema von Dir? Ich bin gespannt auf weitere Zeilen aus Deiner Feder, Georg. 

 

Liebe Juls @Darkjuls,

 

Ich freue mich sehr darĂŒber, dass Du wieder mit Begeisterung in die Schule gehst!

Du bist meine erste SchĂŒlerin und erhĂ€ltst gleich eine Eins Plus! 🙂 

 

Ich bin kein studierter Historiker, befasse mich aber seit ca. 20 Jahren mit Geschichte, Schwerpunkt griechische und römische Antike.

DemnÀchst gerne mehr davon auf diesem Forum!

 

Liebe GrĂŒĂŸe von Georg

 

PS: @Alexander, vielen Dank fĂŒr Dein LIKE!

 

Venus v Willendorf.jpg

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vor 20 Stunden schrieb WF Heiko Thiele:

So in etwa, Georg.

@WF Heiko Thiele ...o.k., ich hatte etwas weiter ausgeholt... 😉 

 

@Ponorist: Vielen Dank fĂŒr's liken! 

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