Erzählungen & Kurzgeschichten
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883 Themen in dieser Kategorie
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Fröhlich sitzt Joe die Heuschrecke auf dem Rücken einer großen Weinbergschnecke. Konstanze sich gar wundert sehr - wo kommt das Gewicht plötzlich her? Sie streckt ihre Fühler hoch hinaus, um zu sehen auf ihr Schneckenhaus. Als sie Joe darauf sitzen sieht, sich gleich in ihr Häuschen zurückzieht. Als ob sie beleidigt wär.- Dabei fällt es ihr nur schwer, sich zu zeigen, wie sie ist, weil sie furchtbar schüchtern und ängstlich ist. Joe die freche Nuss sieht sofort den verursachten Verdruss. Wie mach ich das wieder gut? - Jetzt brennt der Hut. Behutsam klopft er am Häuschen an und fragt, ob sie bitte rauskommen kann. „Wol…
letzter Beitrag von Sternwanderer, -
feedback jeder art Drei Tage im April 1945
| erstellt von Hayk- 3 Kommentare
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Drei Tage im April 1945 Jahrzehnte lang erzählte ich meinen Kindern, meinen Freunden und sicherlich auch einigen, die geheucheltes Interesse vorgaben, von meiner frühesten Kindheitserinnerung, nämlich das Erlebnis des Kriegsendes am 12. April 1945. Drei Jahre zuvor, an einem Sonntag, schenkte meine Mutter der Welt mich, ihren Erstgeborenen, dessen erster Schrei sie erlöste und meine Großmutter entzückte. Die Abwesenheit des Herrn Papa hatte einen gewichtigen Grund: Er musste, wie so viele andere, seine Knochen als Unteroffizier der Deutschen Wehrmacht für den GröFaZ hinhalten. Drei Jahre später, ich hatte schon ein Brüderchen bekommen, war der Untergang des „Dr…
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feedback jeder art Der Tastsinn
| erstellt von Sternwanderer- 6 Kommentare
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Der Tastsinn Nur widerwillig betrete ich auf dem Heimweg eine Gasse. Es ist eine Hohlgasse, eingerahmt von hohen erdrückenden Mauern aus Bruchsteinen. Die Steine sind perfekt zusammengesetzt, so wie Puzzelteile, die für einander bestimmt sind. Der Mond hält sich und sein blaukaltes Licht in einem Himmelseck verborgen. Ein Dunkel reiht sich ans andere. Es scheint, als ob am Firmament eine Revolte ausgebrochen ist und die Gestirne in einen Lichtstreik begannen. So weit das Auge schauen kann – Schwärze. In dieser tief dunklen Nacht, eine der bedrohlichsten der ich mich erinnern kann, tapse ich voran. Angst könnte man bekommen, als Winzling unterm Himm…
letzter Beitrag von Sonja Pistracher, -
feedback jeder art Soja bedeutet Leben
| erstellt von Carlos- 8 Kommentare
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Noch vor der Corona Zeit war sie verschwunden, ich sah sie nie wieder in dem italienischen Café, wo ich, gelegentlich, einen Cappuccino oder einen Piccolo trank. Ich hinterließ immer eine große, runde Münze, oder mehrere kleine für sie da, wie es in Frankreich Sitte ist. Einmal traf ich sie auf der Straße, ich grüßte sie, sie blieb stehen und schaute mich an, lächelnd. Sie ging nicht weiter, stand direkt vor mir. Ich hätte sie fast zu einem Kaffee eingeladen, erinnerte mich aber an mein Alter und ließ sie weiter ziehen. Gestern Abend sah ich sie wieder, bei Netto, als ich den fast leeren Laden betrat, an der Kasse. Ich ging direkt zum Regal, wo ich fast immer einen …
letzter Beitrag von Carlos, -
feedback jeder art Treu bis in den Tod
| erstellt von heiku- 7 Kommentare
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Eine wahre und zugleich traurige Geschichte, die mir eine brasilianische Freundin erzählte. Diese Geschichte ereignete sich ca. Mitte der 80er Jahre in einer Großstadt in Brasilien. In jener Stadt lebte ein nicht sesshafter Tagelöhner, den man niemals ohne seinen treuen Hund an der Seite sah. Tagsüber arbeitete er oft als Handlanger auf Baustellen und nachts schlief er meist im Bauwagen oder in den Containern auf der Baustelle. Mit seinem treuen Wachhund verdiente er sich noch ein Zubrot, weil er zuverlässig die Baustellen bewachte. Einen Teil seines Lohnes gab der Mann für das Glücksspiel aus. Eines Tages hatte er das große Los gezogen und eine gr…
letzter Beitrag von heiku, -
Zusammenbruch
| erstellt von Alter Wein- 3 Kommentare
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Zusammenbruch Der Tag ist vorüber, ich bin müde und abgeschlagen - möchte nur noch schlafen. Liege im Bett, an Schlaf ist nicht zu denken. Um meinen Hals legt sich eine Schlange, die mir die Atemluft nimmt. Schweißende Angst kriecht aus allen Poren meines Körpers. Ich möchte weinen, doch die Tränenkanäle sind ausgetrocknet. Endlich, nach gefühlten stundenlangen Kämpfen übermannt mich der Schlaf. Doch gegen drei Uhr morgens ist der „Traum“ vorbei. Das Erwachen gleicht einem Albtraum. Die Angst sitzt grinsend schon wieder auf der Bettkante und sagt: „Spring, spring doch aus dem Fenster, dann ist alles vorbei“. Eigentlich müsste ich jet…
letzter Beitrag von Gutmensch, -
Schlaflosigkeit
| erstellt von Alter Wein- 4 Kommentare
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Schlaflosigkeit Liege im Bett - wie fast jede Nacht von Bruder Schlaf keine Spur. Wo treibt er sich nur herum? Ich habe seine Nähe so nötig. Stattdessen quält mich mein Kopfkino. Alles will hinein, obwohl ich bereits ein Schild angebracht habe: „Wegen Überfüllung geschlossen!“ Die Gedanken schwirren hin und her – flüstern dies und lispeln das….. Ich stehe auf, versuche mich mit einem Spiel abzulenken. Immer wieder übermannt mich der Halbschlaf – muss aufpassen, dass ich nicht vom Stuhl falle. Gehe wieder zu Bett. Ich will nur schlafen….. Wälze mich hin und her – irgendwann beamt es mich weg. Zwei Stunden später bin ich wieder wach. Me…
letzter Beitrag von Alter Wein, -
feedback jeder art Für deinen letzten Weg
| erstellt von Freiform- 4 Kommentare
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Der Himmel öffnet seine Schleusen, und es fällt mir schwer, die Wärme in meinem Herzen zu spüren. Meine Gedanken sind bei dir, und es tut unendlich weh, sie nicht mehr mit dir teilen zu können, obwohl ich an deiner Seite bin. Diesen Gang wollte ich niemals gehen, und schon gar nicht, wo wir doch eigentlich noch am Anfang standen. Wie konntest du mir das nur antun! Unzählige Erinnerungen fluten meinen Kopf und meine Gesichtszüge können sich nicht entscheiden, welche Miene sie aufsetzen sollen in diesem Wechselbad der Gefühle. Mein Innerstes lächelt, während meine Augen unaufhörlich der Trauer folgen, als ich mich an unsere erste Begegnung zurückerinnere. Nie werde ich d…
letzter Beitrag von Sonnenuntergang, -
feedback jeder art Der unwillkommene Retter
| erstellt von Schmuddelkind- 6 Kommentare
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Gerade war ich in meinen Gedanken der S-Bahn entkommen, da quetschte sich mit dem Schließen der Tür ein Jugendlicher an mir vorbei, so dass ich nicht anders konnte, als kurz zu ihm herüber zu blicken. Der Zug setzte sich in Bewegung und der junge Mann schaute mich aggressiv an und sagte mit einem Akzent, den ich grob dem Balkan zuordnete: "Du hast mich angekuckt." "Woher weißt du das nur?", fragte ich süffisant, doch er war nicht zu Scherzen aufgelegt: "Ich hau dir gleich in die Fresse." Da erkannte ich, dass es klüger sei, zu schweigen und schaute unter mich. "Ignorierst du mich, du Schwuchtel?", setzte er nach. Es gab wohl keine Möglichkeit, die Konfrontation zu meiden.…
letzter Beitrag von Schmuddelkind, -
feedback jeder art Schiffsverkehr ( Teil 6 )
| erstellt von Freiform- 2 Kommentare
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„Ich enttäusche Sie nur ungern Ingrid, aber das geht beim besten Willen nicht. Es wird Zeit, dass ich mich endlich auf den Nachhauseweg begebe. Ich muss für morgen früh noch vieles vorbereiten, da ich den ganzen Tag Kundentermine vor mir habe. Ich bin jetzt eigentlich schon viel zu lange hier. Wenn ich auch keine Sekunde bereue! Aber es wird wohl noch auf eine Nachtschicht bei mir hinauslaufen.“ „Och schade, Maria. Nicht wahr Jens!“ Und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, das Ingrid versucht, mich an die Frau zu bringen. „Ja das wäre sicher ein passender Abschluss für diesen schön Tag. Wirklich Schade.“ „Kann ich dann eben zahlen Ingrid, damit ich mich auf den Weg mach…
letzter Beitrag von Freiform, -
feedback jeder art Ordensregeln
| erstellt von Egon Biechl- 6 Kommentare
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Jeden Vormittag haben wir bei unserem Pater Magister Unterricht in Ordensgeschichte. Wir lernen den Ursprung unseres Ordens kennen. Sieben Kaufmänner, die Heiligen Väter, haben sich im Jahr 1233 in Florenz zur Gründung des Ordens der Servi di Maria zusammengeschlossen. Dabei erinnere ich mich an unseren Besuch am Monte Senario, wohin sich die Sieben damals in ihren jungen Jahren zurückgezogen hatten. Wir erfahren auch viel über den Zweck des Ordens, seinen Ausbau und seine stete Verbreitung, zunächst auf viele italienische Städte, später über die ganze Welt. Wir werden in die 25 Kapitel der Ordenskonstitutionen, die aus den Regeln des Kirchenvaters Augustinus, aufge…
letzter Beitrag von Melda-Sabine Fischer, -
Neolani und der Regen
| erstellt von Sternenstaubsucher- 2 Kommentare
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Als Neolani eines Morgens erwacht, hört sie von draußen ein Rauschen. Während sie noch überlegt, was das wohl sein könnte, fällt plötzlich ein Wassertropfen auf ihre Nase. Und noch einer. Und noch einer. Neolani sieht zur Decke hoch und springt dann mit einem lauten "Iiiiiihhh!" aus dem Bett. Jetzt weiß sie, was das für ein Rauschen ist: es regnet, ach was, es schüttet wie aus Eimern. Leider ist das Dach ihres Hexenhäuschens undicht und so regnet es direkt in ihr Bett. Und nicht nur in ihr Bett! Überall im Haus tropft es munter von der Decke. Der Fußboden ist schon ganz nass. Neolani platscht durch ihr Schlafzimmer im die Küche. Auf dem Küchentisch liegt nämlich ihr H…
letzter Beitrag von Berthold, -
feedback jeder art Mit der Zeit
| erstellt von Freiform- 4 Kommentare
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Wir hatten gute und auch schlechte Tage, wie sollte es auch anders sein, aber irgendwann verloren wir unseren Weg. Anstatt auszuleben, was wir hatten, jagten wir Träumen hinterher, die für uns nicht zu erreichen waren. Ich hole deinen Koffer aus dem Kofferraum, wie nicht anders zu erwarten, musstest du dich beim Einpacken darauf knien, um ihn schließen zu können. War es diese Vorhersehbarkeit, die uns mit der Zeit auseinander getrieben hat? Dieses zu gut kennen, nichts Neues mehr aneinander entdecken können? Du stehst schon an der Bushaltestelle und schaust auf die Uhr, als wenn du es nicht erwarten könntest Distanz zwischen uns zu bringen. „Ich brauche mal eine Pause, m…
letzter Beitrag von Freiform, -
feedback jeder art Der Grammatik-Polizist
| erstellt von Schmuddelkind- 4 Kommentare
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"Weswegen kommst du denn nicht?" "Na, wegen den ganzen Klausuren nächste Woche." "Oha!", mahnt der aus dem Nichts auftauchende Polizist. "Sie wissen, weswegen ich Sie anhalte, nicht wahr?" "Nein, tut mir leid", antwortet die junge Dame unter den urteilenden Blicken einiger Passanten etwas unsicher. "Dann lese ich das Protokoll vor: "Na, wegen den ganzen Klausuren nächste Woche." Das haben Sie doch gesagt." "Ja." "Fällt Ihnen etwas an der Deklination auf?" Ach ja, stimmt. Auf "wegen" folgt ja der Genitiv. Tut mir leid. Das habe ich nicht absichtlich getan. Ich war wohl einfach zu unachtsam." "Vielleicht bin ich ja geneigt, ein Auge zuzudrücken, wenn Sie mir sagen können, w…
letzter Beitrag von Schmuddelkind, -
Neolani badet
| erstellt von Sternenstaubsucher- 3 Kommentare
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Eines Tages sagte der kleine Stern zu Neolani: "Wie du nur wieder aussiehst! Deine Haare sind ganz fettig und verfilzt, dein Gesicht verdreckt und deine Fingernägel schwarz wie die Nacht. Neolani, du musst baden!" "Nein!", schrie die kleine Hexe ganz entsetzt, "Das geht nicht. Hexen dürfen nicht baden, dann gehen sie kaputt. Das weiß doch jedes Kind!" "Aber du stinkst." "Na und?! Hier im Wald stört das doch keinen." "Aber mich stört es", sagte der kleine Stern und sah sehr traurig aus. Da blieb Neolani nichts anderes übrig, als doch baden zu gehen. Aber es gab ein kleines Problem. "Du, Stern, sag mal, wie geht das überhaupt, baden? Was muss ich da tun?" "…
letzter Beitrag von Sternenstaubsucher, -
feedback jeder art Eine Blume Asiens ( Teil 13 )
| erstellt von Freiform- 7 Kommentare
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Als ich die Tür zu Hause öffnete, stand ich immer noch leicht in Flammen und brauchte schnell einen großen Schluck Wein zum Ablöschen, auch wenn es gerade erst früher Nachmittag war. Ich hatte keine Ahnung, wie ich den Rest des Tages noch mit Arbeiten verbringen sollte, aber schlussendlich gelang es mir mit der Routine eines Arbeitspferdes, das sich nur kurz vom süßen Hafer ablenken ließ. Als ich spät abends Feierabend machte, konnte ich einfach nicht anders, als dich kurz anzurufen. „Hallo Li, bist du noch im Restaurant?“ „Hi Ben, ja leider, es wird heute auch wieder sehr spät, wollten wir nicht erst morgen telefonieren?“ „Doch wollten wir, ich möchte dich auch gar nicht…
letzter Beitrag von Freiform, -
feedback jeder art Maturazeitung
| erstellt von Egon Biechl- 6 Kommentare
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Audio-Edition In unserer Maturazeitung gefallen mir besonders die Zitate unseres Professors der Philosophie: „Meine Herren, wir heiraten nicht den Begriff schlank oder blond, sondern ganz konkrete Exemplare! Nachher nützt es dann nichts mehr, wenn sie eine Stinkwut haben. Und Sie, meine Damen, hüten Sie sich: Wenn die Weiber verblühen, verduften die Männer.” Unser Geografieprofessor freilich gibt uns die tiefgründige Weisheit mit auf den Weg: „Beide Möglichkeiten sind möglich!” und dazu den wertvollen Hinweis: „Das muss man eben wissen, wenn man es weiß!” Auf dem Aspekt realer Wissensvermittlung liegt seine Bemerkung: „Die Philippinen sind katholisch, es we…
letzter Beitrag von Egon Biechl, -
feedback jeder art Allein (Fortsetzung 2 „Mit der Zeit“)
| erstellt von Freiform- 2 Kommentare
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Der Bus war schon lange nicht mehr zu sehen, aber ich hoffte immer noch, dass du an der nächsten Haltestelle wieder ausgestiegen bist und zu mir zurückkommst. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass du trotz Gepäck dann schon längst hier sein müsstest, da die nächste Haltestelle wegen der dort ansässigen Schule nicht weit entfernt ist. Die Erkenntnis löst jeden Funken Hoffnung in mir sofort in Luft auf und an seiner Stelle macht sich ein Gefühl breit, das ich seit Jahren nicht mehr kannte. Ich bin allein. An der Windschutzscheibe klebt unter dem Scheibenwischer ein Knöllchen. In der ganzen Aufregung muss ich vergessen haben ein Ticket zu ziehen. Ich werde es bezahlen un…
letzter Beitrag von Freiform, -
Taugt das als Anfang einer Kurzgeschichte?
| erstellt von drei- 0 Kommentare
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Ich besitze keinerlei Erfahrung. Ich bitte um Rückmeldung zu Schreibstil und Rechtschreibung. Und allgemein dazu, was man denkt, wenn mans liest. Ergibt es einen Sinn? Ich bin betrunken. Also könnte es ein an Reflektion mangelnder Versuch gewesen sein. In diesem Fall bitte ich um Verzeihung. ----- «Willst du eins trinken?» fragte John die hübsche Blondine. Er war soeben nervös in die Bar hineingestampft, erblickte die Frau, und entschloss sich seine Ängste ein für alle Mal zu besiegen indem er sie anspricht. «Ja klar, ein Bier!» erwiderte sie lächelnd. John hatte mit dieser Antwort nicht gerechnet. «Ich meinte das ernst! Das war kein Witz! I…
letzter Beitrag von drei, -
feedback jeder art Der Tannenbaumräuber (Kindergeschichte)
| erstellt von gummibaum- 4 Kommentare
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Der Mann mit Namen Herbert war Chef in einer großen Fabrik. Er hatte viel Geld, fuhr tags Ferrari, nachts Lamborgini, die Villa lag stilvoll am See. Natürlich trug er nur seidene Krawatten, trank ständig Sekt und rauchte Havanna. Leider aber ging die Fabrik eines Tages pleite, wie heute ja dauernd eine pleite geht, und der Boss war jetzt nur noch Abteilungsleiter in einer Bank, einer kleineren Regionalbank, und wohnte in einem Bungalow. Anfangs lief alles normal, er sparte auf einen neuen Mercedes. Da verspekulierte sich die Bank im Aktiengeschäft und Herbert wurde wegrationalisiert und stand wieder auf der Straße. Das Arbeitsamt gab ihm eine Hausmeisterstelle in einer Sc…
letzter Beitrag von gummibaum, -
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"Kuschelmama, Kuschelmama, komm schnell, ich glaube, mit der Kuschelkissenkiste stimmt was nicht!" Ganz früh am Morgen war es noch, als das kleine Kuschelmädchen Kitty nach der Kuschelmama rief. Aber wenn eines ihrer Kuschelkinder nach ihr rief, dann ließ die Kuschelmama sofort alles stehen und liegen und eilte ihrem Kind zu Hilfe. Auch jetzt sprang die Kuschelmama sofort aus dem Bett und lief ins Kuschelkinderkinderzimmer. Kitty und Kerry hockten vor der Kuschelkissenkiste und machten besorgte Gesichter. "Was ist denn, meine lieben Kuschelkinder? Tut euch etwas weh? Seid ihr etwa krank?" "Nein, Kuschelmama, wir nicht. Aber ich glaube, der Kuschelkissenkiste geht es…
letzter Beitrag von A.K., -
Edelsteinstory Teil 1 - Der Bärtige unter der Brücke-
| erstellt von Gutmensch- 3 Kommentare
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Gestern ging ich noch spät abends in der Stadt spazieren. Ich konnte nicht schlafen, weil mein Kopf voll war mit schlechten Gedanken. Mein Leben ist gerade ein wenig chaotisch und ich finde einfach nicht den richtigen Weg der mich aus dieser Misere heraus führt. Als ich am Kai des Flusses, unter einer breiten uralten Brücke entlang ging, sah ich viel zu spät, im schwachen Licht der weit entfernten Straßenlichter ein Hindernis auf dem Gehweg liegen und stolperte. "Au, so ein Mist " und wie ein Echo kam dann ein "Au, au, au " zurück. "Hast du keine Augen im Kopf" schimpfte mir ein dort herum liegender Obdachloser nach. "Entschuldigung, aber sie müssen ja hier auc…
letzter Beitrag von Gutmensch, -
Der Hauptdarsteller
| erstellt von Freiform- 3 Kommentare
- 966 Aufrufe
Du warst für mich immer der Hauptdarsteller, während ich für dich nur eine Randnotiz darstellte. Eine Randnotiz, die man nach Belieben irgendwo hinkleben und benutzen konnte. Zu lange habe ich gebraucht, um das zu verstehen, ich dachte wirklich, du liebst mich. Dabei war ich für dich nichts anderes, als ein mobiler und gut ausgestatteter Samen Auffangbehälter, den man überall vorführen konnte. Deine öffentlichen Liebes Bekundungen haben mir zuerst geschmeichelt, bis ich begriff, dass sie nur einem einzigen Zweck dienten, dich ins Rampenlicht zu stellen, während ich die Beleuchtung spielte. Deine ganzen Geschenke hatten auch nur das Ziel, mich auszustaffieren, um möglichst…
letzter Beitrag von Freiform, -
feedback jeder art Zufall oder Omen?
| erstellt von Sternwanderer- 4 Kommentare
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Zufall oder Omen Jeden Freitagmorgen gehe ich zu meiner Tochter das Haus putzen. Doch letztens sollte es ein etwas verrückter Morgen werden. Abends zuvor jedoch fragte mich mein Sohn, ob ich nicht sein neues Auto zulassen könne. " Mmmh, dann muss ich mich mit dem Putzen sehr sputen", antwortete ich ein wenig stirnrunzelnd. Die Zulassungsstelle ist doch nur bis Mittag auf.“ Aber gut, Mama macht. Voll motiviert und mit rasantem Schwung feudelte ich durch die Ecken und war früh genug fertig, um mich mit demselben Schwung adrett und ausgehfertig für die gelangweilten Akteure des Straßenverkehrsamtes aufzurüsten. Gesagt, getan und ab…
letzter Beitrag von Sternwanderer, -
feedback jeder art Tutti Frutti
| erstellt von Carlos- 6 Kommentare
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Eine Freundin erzählte mir, ein Lehrer habe in Paris den Kopf verloren. Man habe ihn auf offener Straße enthauptet. Ich höre keine Nachrichten, will nicht Unheilvolles erfahren. So was gibt es nicht bei uns, dachte ich und blätterte in einem Lyrikband weiter. Ich war nämlich in ihrer Buchhandlung, suchte nach einem Gedicht von Michel Houellebecq, das ich ihr zeigen wollte. Nach langer Suche habe ich es gefunden: DIE MÄNNER Die Männer wollen alle nur den Schwanz gelutscht bekommen So viele Stunden am Tag wie möglich Von so vielen hübschen Mädchen wie möglich. Abgesehen davon interessieren sie sich für t…
letzter Beitrag von Freiform, -
feedback jeder art Auf dem Weihnachtsmarkt
| erstellt von gummibaum- 6 Kommentare
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Das hölzerne Haus war ein Laden voller Weihnachtsartikel und Christbaumschmuck. Wir hatten unsere Köpfe aneinander geschmiegt, blickten in die Regale mit den gläsernen und hölzernen Kostbarkeiten. Ich nahm ein Einkaufskörbchen, du tatst einige Kleinigkeiten für unsere Kinder hinein. Das meiste war sehr teuer, und wir legten es wieder zurück. Unsere Kleinen waren irgendwo im Laden unterwegs. Wir hörten, dass sie Fangen spielten. Sie keuchten in ihren dicken Winterjacken. Immer wieder klirrte es und sie lachten, und schließlich vernahm ich eine aufgeregte und böse Stimme, die sie nach ihren Eltern fragte. Wir sahen uns an, steckten für jedes Kind etwas in die Ma…
letzter Beitrag von Managarm, -
feedback jeder art Den Himmel halten: Teil 7
| erstellt von Freiform- 5 Kommentare
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„Ich habe während des Essens über unsere prekäre Situation nachgedacht, in die ich euch, wenn auch unverschuldet, gebracht habe. Ich würde mich bereit erklären, euch hier in der Umgebung ein Hotelzimmer zu besorgen, da in der Stadt wegen der Messe nichts mehr zu kriegen ist. Mein Hotel ist jedenfalls ausgebucht und das wird in den anderen Hotels auch nicht anders sein. Ich war jedenfalls froh, dass ich überhaupt noch ein Zimmer bekommen habe. Ich könnte euch dann morgen hier abholen und wenn sich die Lage dann hoffentlich beruhigt hat, bei euch zu Hause absetzen. Was haltet ihr davon?“ Schlug ich meinen mühsam erarbeiteten Plan vor und hoffte, dass er Anklang fand. Wie…
letzter Beitrag von Freiform, -
Die Welt der Frangn 6 (Dialekt)
| erstellt von Alter Wein- 6 Kommentare
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Erklärung: Bei den Franken ist erst einmal alles "a Ding". Wenn ein Franke sagt "Passt scho", ist alles in bester Ordnung Beim Friseur Host du die Dings grod sähng, wie die aufgedagelt wor? Wen manstn du? No die Müllera Die Leit sogn, doss ihr Rainer a Andere hot und erscht die Elfriede, Jede Wochn is die beim Friseur Deswegn wärt sie a nemmer jünger Die Anita hob i am Freidoch getroffen, die geht jetz ins Fitness-Studio Da vo wärn ihr Folden a net weniger Sie socht: Jeder bewundert etz ihr Figur Ober di Goschn derf sie net aufm…
letzter Beitrag von Alter Wein, -
feedback jeder art Den Himmel halten: Teil 5
| erstellt von Freiform- 7 Kommentare
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Ein kurzes Schweigen breitete sich aus, das von ratlosen Gesichtsausdrücken begleitet wurde. „Zu Smitti können wir heute nicht mehr zurück, so viel steht fest!“ Fing Martha an, die Situation zu analysieren “Da wird Jack eventuell hingehen, um seine Wut zu ertränken. Zu Phil oder mir können wir auch nicht, falls er Wachen postiert hat, die uns auskundschaften sollen. Mir fällt im Augenblick nichts ein, wo wir kurzfristig hinkönnten. Was denkst du Phil?“ „Ich überlege auch schon. Jack ist ein verdammter Hitzkopf, und wenn man ihm zu arg auf die Latschen steigt, ist er unberechenbar. Heute sollten wir ihm möglichst nicht mehr über den Weg laufen. Morgen wird er sich halbw…
letzter Beitrag von Melda-Sabine Fischer, -
feedback jeder art Das Licht in uns
| erstellt von Federtanz- 1 Follower
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Es gibt zu meiner Sprache, die meine Mutter mir beigebracht hat, kein Land. Zu meinem Blut keine Erde. Das Land besteht aus mir, aus der grenzenlosen Ferne, die überall sein konnte. Ich bin Land, das überall zuhause ist. Das Land, das diesem Land gehört. Ich lebe unter euch, ihr seid mein Zuhause. Ich suche nicht mehr. Ich bin zuhause. Ich will mich unter euch erkennen. Mich selbst erkennen. Auch Erkennen, warum es mich nicht geben kann und warum es mich gibt. Die grösste Erkenntnis: Ich bin geliebt. 1920. Mehrere grelle Glühbirnen hingen von der Decke wie Ausrufezeichen. Mittig verstreuten sie ihr unnatürliches Licht auf nachdenkliche, in…
letzter Beitrag von Federtanz, -
*Fruit-up your life*
| erstellt von Freiform- 3 Kommentare
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*Ich habe mich noch nie so wohl gefühlt* in meinem mit *Lenor* gewaschenem Bettzeug, weshalb ich auch erst mittags aus den Federn bin. Dann schnell unter die Dusche, und nach dem einschäumen mit *Fa Brazilian Vibes fühle ich mich so fantastisch*, dass ich glatt einen Limbo unter der Duschstange durchtanze. Fatalerweise lag noch die *FC St. Pauli Anti Fa Seife* in der Duschschüssel, die auch nicht verhindern konnte, dass ich im hohen Bogen nach rechts auf den Badezimmer Boden knallte. Mein Steißbein ermutigt mich daraufhin zu allerlei Arien, die wahrscheinlich noch mehrere Stockwerke über mir einen Gehörsturz einleiten. Nach fünfzehn Minuten bin ich zwar heiser, aber …
letzter Beitrag von Freiform, -
Wintertag
| erstellt von Alter Wein- 5 Kommentare
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Wintertag Überall weißer, undurchdringlicher Nebel. Wie ein Seidenmantel schwebt er über den Gewässern, legt sich auf Wald und Flur. Er schleicht sich in mein Herz, verdeckt kleine Narben und umarmt meine Seele, das tut gut. Doch unaufhaltsam löst der Nebel sich auf, taucht die Welt in ein silbernes, edelsteinbesetztes Licht - überspannt mit dem azurblauen Firmament. Auch meine Gedanken entfernen sich aus der Schwermut, bestaunen die Veränderung des Wintertages und ich genieße die Schönheit der Natur. 04.01.2020 @ alterwein
letzter Beitrag von Freiform, -
feedback jeder art Trucker Radio KFC Double G
| erstellt von Joshua Coan- 1 Follower
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Irgendwo im Nirgendwo neben dem Highway wirft ein fetter Mechaniker gerade seinen Schmierlappen in die Ecke, hockt sich auf seinen klapprigen Stuhl und schaltet sein Radio auf dem Metallfass an, während er die Abendsonne in der Wüste durch das offene Garagentor betrachtet. Es läuft „Trucker Radio KFC Double-G.“ Sein Blick ist leer während er in der Nase bohrt. „Hier ist wieder euer Red-Eye-Rick und ihr hört: Radio KFC Double-G! Wir lieben Hühner seit 1982! Bevor wir mit einem weiteren Blues an diesem bluesigen Abend weitermachen, hören wir uns kurz an was Trucker Mike uns spannendes mitzuteilen hat. Live zugeschaltet aus seinem Truck: Trucker Mike, wie geht’s …
letzter Beitrag von Joshua Coan, -
Wie ein Dealer hast du mich angefixt, und jetzt sitz ich hier und kann nicht mehr von dem Stoff lassen. Jedes Wort schwirrt tagelang in meinem Kopf herum, und in den Nächten kann ich nicht mehr schlafen. Immer und immer wieder, blätter ich die Seiten um, verbringe Stunde um Stunde, und suche zwischen den Zeilen nach mehr. Ich liebkose den Einband, streichele über deinen Namen, als könntest du es empfangen. Ich durchpflüge regelmäßig das Netz, damit mir bloß keine Silbe entgeht, und schreibe dir Briefe, wie es um mich steht. Bitte! Bitte lege dich ins Zeug, ich brauche mehr zum Überleben, ich würde dir für eine Vorababschrift, auch gerne eine ganze Menge geben…
letzter Beitrag von Freiform, -
nur kommentar Die Engelmacherin
| erstellt von Axel- 4 Kommentare
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Die Engelmacherin 1835 gab es bei uns in Süddeutschland eine Frau, die als Engelmacherin bekannt war. Besonders die feine Gesellschaft bediente sich ihrer Hilfe. Natürlich. Jede Welt und jede Generation hat ihre eigenen Gesetze. Eine Schwangerschaft, war zu jener Zeit etwas heiliges, Gott gewolltes. Doch das Leben schert sich nicht, um diese Regeln. Es findet Wege und Pfade, um der Lust zu frönen. Denn es ist so wundervoll begehrt zu sein. Dem hellen Schein zu folgen und dem Werben nachzugeben. Heimlich sich zu treffen, ohne das die eigene Ehefrau es merkt. Oh, wie süß ist das Verlangen…
letzter Beitrag von Axel, -
feedback jeder art Ein Tannenbaum muss her
| erstellt von Sternwanderer- 6 Kommentare
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Ein Tannenbaum muss her „Nun komm endlich! Ich hab die Axt schon aus dem Keller geholt. Außerdem wird mir langsam warm in dicken Klamotten. Los jetzt, es ist fast Mitternacht. Die beste Zeit in den Wald zu gehen um uns einen schönen Baum zu schlagen.“ mahnt Alfred ungeduldig. „Ja doch, ich muss nur noch einmal zur Toilette und nur noch die Jacke anziehen. Weißt du denn wo meine Handschuhe und der Schal sind? Ich kann die nirgends finden.“ antwortet Julia gelassen und denkt bei sich: ´Immer diese Hetzerei, wir haben doch noch die ganze Nacht Zeit um die schönste Hallelujastaude zu finden.´ Bei den Kremers ist das anders herum. Alfred mag das …
letzter Beitrag von Sternwanderer, -
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Neue Seite, neuer Brief. Bist du da? Ich öffne die schwere Holztür und luge vorsichtig in die staub geschwängerte Luft hinein. Du hast deinen Schatten hinterlassen. Ich trete in deine leeren Blicke hinein. Dort, wo wir uns einst vereinten, sehe ich Asche zwischen den Feuer flammen. Feuer, das sich nicht auslöschen lässt, brennt nur hier und da lauter auf. Mit der Hand an meiner Brust, ich will nicht ganz zerbrechen, hole ich deine Feder heraus. Mit dieser hast du mich ganz gut beschreiben können. Zwar warst du eine verrückte Dichterin, doch kannte ich dich. Ich konnte einordnen, was du in deiner Surrealität sagen wolltest. Deine Unvorsichtigkeit, gepaart mit der Sensibili…
letzter Beitrag von Federtanz, -
feedback jeder art Zu dir hingezogen
| erstellt von Freiform- 3 Kommentare
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Ich spüre, wie sich eine unsichtbare Hand um meine Seele legt, und mich in das unbekannte fortziehen möchte. Zu dir! Einem imaginären Wesen, das sich jede Nacht ein Stück mehr von meinem Herzen nimmt, ohne mich zu fragen. Hilflos muss ich es geschehen lassen, und während du im Traum mein Herz verzehrst, wachsen in mir die Gelüste. Gelüste, die ich niemals kannte, niemals wagte auszusprechen, oder sie mir überhaupt zuzutrauen, so tief wie ich mich in mir verschlossen habe. Mit unsichtbarer Hand öffnest du meine Begierde, lässt mich unter dem offenen Sternenhimmel wie eine Marionette des Lasters tanzen. Wenn ich erwache, falle ich aus tiefer Trance des Erlebens in die …
letzter Beitrag von Freiform, -
Hoffnungsschimmer
| erstellt von Finja99- 0 Kommentare
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„Es ist witzig und traurig zugleich…“, sagte sie schmunzelnd, während sie die Muttermale an seinem Unterarm zu zählen schien. „Was?“ „Na, wie bedeutend man sich fühlt. So als würde sich das Weltgeschehen, ach was…das kosmische Geschehen nur um seinen selbst drehen und dabei dreht sich alles weiter auch ohne dich…“, erwiderte sie mit kindlicher Erkenntnisfreude. „Mensch, das fällt dir aber früh auf!“, bemerkte er sarkastisch und fuhr ihr durch’s zerzauste Haar. Sie rümpfte ihre Nase und schaute verträumt in den sommerlichen Himmel. „Nein du Blödmann, ich meine, dass wir Menschen glauben unglaublich wichtig zu sein und alles zu wissen oder zumindest erkennen zu können, aber…
letzter Beitrag von Finja99, -
feedback jeder art Die Tage dümpeln dahin
| erstellt von Freiform- 2 Kommentare
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Die Anzahl der Tablettenröhrchen auf meinem Nachttisch erhöhen sich jährlich. Sie sind meine Zukunft, während die Nebenwirkungen meine Gegenwart bestimmen. Ich erinnere mich kaum noch an einen Tag, an dem mich nicht diese leichte Übelkeit begleitet. Wo der Gouda noch nach Gouda, und nicht nach einer undefinierbaren Maße schmeckt. Die Tage dümpeln dahin und das wichtigste Ziel in meinem Tagesablauf ist nicht zu verzweifeln und mich gehen zu lassen. Es fällt mir schwer, die Haustür zu öffnen, wo mir das pralle Leben entgegenschlägt und ich mich noch kränker fühle, als ich es ohnehin bin. Womit habe ich das verdient? Frage ich mich dann manchmal, ohne auf eine Antwort zu …
letzter Beitrag von Freiform, -
Gedanken vor der Schlacht
| erstellt von joschik66- 1 Kommentar
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Westfront 1918: Vier Jahre schon dauert jetzt dieser verdammte Krieg! Und es soll bereits Millionen Tote geben; Ganz zu schweigen von den Krüppeln. Bisher hatte ich Glück, noch hat es mich nicht erwischt. Doch was ist morgen? Werd´ ich enden wie die, deren Anblick sich mir ins Gedächtnis gebrannt hat? Wenn ich die Augen schließe, kann ich sie noch immer seh´n. Dutzende von ihnen, hunderte! Zerfetzte Körper aus denen die Eingeweide hervorquollen. Rümpfe mit abgetrennten Gliedmaßen; Dort ein Bein, da eine Hand. Bizarr verformte, bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiber. Aber auch schwerst verwundete, laut schreiende und stöhnende Männer in den …
letzter Beitrag von Sternwanderer, -
Der Mantel
| erstellt von Freienweide- 1 Kommentar
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Als ein letztes Lächeln über ihre Lippen huscht und sich der dunkle Mantel schwarzer Federn schwerfällig auf die gebrechliche Dame herabsenkt, um es einzufangen und somit auf ewig dort zu bannen, ist ihm die List beinah gelungen. Der Tod sei erst der Anfang, schreit verzweifelt jedes Kind. Obwohl in der Blüte des Lebens stehend, klopft bereits grinsend das verwelkte Pflänzchen an den Schädel. Doch eine Renaissance erfährt man keineswegs. Weder durch das Schlurfen in das vielzitierte weiße Licht am Ende des angeblich so bunten Flurs, noch durch das beschwerliche Erklimmen der steinernen Stufen zur Himmelspforte. Denn auch im Reich der Körperlosen, wo einzig der Geist zie…
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feedback jeder art Eine Blume Asiens ( Teil 5 )
| erstellt von Freiform- 1 Follower
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Ich ging die Straße wieder hinauf in die Richtung, aus der ich ursprünglich gekommen war und weil ich durch die Anstrengungen der vorangegangenen körperlichen Arbeit Appetit entwickelte, aß ich eine Currywurst an der Ecke gegenüber, von der ich noch eine gute Sicht auf das Restaurant erhaschte. Die Currywurst war wirklich gut, weshalb ich dachte, mir eine zweite verdient zu haben. Während ich wartete, beobachte ich den Eingang und wie erhofft öffnetest du nur Sekunden später die Eingangstür und tratst kurz aus dem Restaurant heraus, um dich umzuschauen. Du trugst jetzt ein figurbetonendes, eng anliegendes Kleid, das knapp bis über die Knie fiel mit einem weiten Beinaus…
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feedback jeder art Stilles Leiden
| erstellt von Sidgrani- 5 Kommentare
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Mein Herz schlägt bis zum Hals, es sind nur noch wenige Meter. Die quälende Ungewissheit und die Angst vor der Blamage lähmen meinen Verstand. Nur mit Mühe schaffe ich es, mir nichts anmerken zu lassen und schreite, äußerlich völlig ruhig, an den wartenden Menschen vorbei. Ich spüre ihre neugierigen Blicke in meinem Nacken, jeder meiner Schritte wird genau beobachtet. Zu gerne säße ich jetzt mitten unter ihnen und wäre nur Zuschauer. Weiter geht’s, meine Beine wollen mich kaum noch tragen und meine feuchten Hände schließen sich mechanisch auf und zu – jetzt nur nicht nervös werden. Diese Stille, nur unsere Schritte sind zu hören. Verstohlen versuche ich, in den Reih…
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feedback jeder art Preisträger
| erstellt von Egon Biechl- 6 Kommentare
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Audio Edition Die lustige Maturazeitung ist der Abschluss des Gymnasiums, an das ich mich gerne erinnere. Dort ergab sich die Möglichkeit, mich an einem bundesweiten Aufsatzwettbewerb für die Altersklasse, zu der ich mit meinen 15 Jahren gehöre, zu beteiligen. Ich schreibe über eine Wochenzeitschrift, weil ich seit jeher an der Veröffentlichung meiner Aufsätze interessiert bin. Mit Feuereifer schildere ich den geplanten Inhalt, den vorgesehenen Titel, das Layout und die rubrikenmäßige Struktur. Der Aufsatz wird mit vierundzwanzig Seiten zwar lang, aber die Vielzahl von Ideen, die ich vermitteln will, verlangt das eben. Seither sind einige Monate vergangen. Mit…
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Karfreitagsgedanken
| erstellt von Alter Wein- 0 Kommentare
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Karfreitagsgedanken (ich weiß, dass nicht Ostern ist) Karfreitag (Trauer-, Kummer-, Klage) ist das ganze Jahr auf der Weltbühne. Täglich, stündlich werden Menschen bildlich ans Kreuz genagelt und geopfert, zur Befriedigung der Mächtigen dieser Welt. Kinder stehen unter dem Kreuz und rufen verzweifelt nach ihren Müttern und Vätern - Mütter knien klagend am Kreuz mit ihren toten Kindern im Arm. Karfreitag auf dem Meer Überfüllte und gekenterte Boote – tausende ertrunkener Flüchtlinge. Karfreitag auf dem arabischen und afrikanischen Kontinent Hungernde, traumatisierte Kinder, Menschen ohne Obdach und Zukunfts-Perspektive. Und wir …
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Nachruf auf einen guten Freund
| erstellt von wundi- 0 Kommentare
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Nachruf auf einen guten Freund So wie du konnte keiner schau´n, dein Blick sagte: Du kannst mir vertrau´n. - Ich kannte dich schon, da warst du ganz klein, Drum wusste ich: Dein Herz war rein. In Feld und Wald, wo das Blattwerk rauscht, da haben wir häufig Blicke getauscht. Du schautest mich an, ich schaute zurück: Da war nicht nur Hunde-, da war Menschenglück. Wir waren vereint in freier Natur. Beglückt folgtest du des Wildes Spur. Beglückt spürte ich, gegen den Sturm gestellt: Wir beide gehören zu einer Welt. Nun bist du nicht mehr. Dein Fell wurde rau, der Körper schlaff, das Maul silbergrau. Auch ich werde dereinst nicht meh…
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feedback jeder art Auf dem Verkehrsübungsplatz
| erstellt von Freiform- 5 Kommentare
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Wir haben noch nicht die Plätze getauscht, da weiß ich schon, dass es heute schwierig wird, und ich meine Geduld bis auf das Letzte ausreizen muss. Ich nehme das Kleine in den Arm und versuche beruhigend auf sie einzuwirken. „Keine Angst, es kann nichts passieren, und wenn doch, wird es ganz sicher nichts sein, was sich nicht wieder beheben lässt. Aller Anfang ist schwer, setze dich nicht unter Druck, das wird schon!“ Ein ängstliches Augenpaar quittiert meine Ansprache. Ich erkenne, dass ich zu ihr durchgedrungen bin, auch wenn ihre Nervosität weiterhin deutlich zu spüren ist. Wir schnallen unsere Gurte ab und tauschen die Plätze. Sie weiß schon genau, was zu tun ist, …
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Haus der Wünsche / Teil 1
| erstellt von Lichtsammlerin- 0 Kommentare
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Vorbemerkung: Keine Ahnung in welche Kategorie dieser Text gehört. Poetry Slam? Geschichte? Gedicht? Eigentlich wohl ein Gedicht, aber wegen der Länge ist es mehr eine Erzählung / Geschichte in Gedichtform. Wie auch immer, viel Spaß beim lesen! Haus der Wünsche Weniger als ein Gruß der die eigene Anwesenheit bezeugen könnte. Morgens wenn wir die Zeitungen aufschlagen Jahrhunderte voneinander entfernt und die Bilder uns anschreien vielleicht ein Kopfschütteln wert diese namenlosen Geschichten Schlagzeilen propagieren nach menschlichem Maßstab und du blätterst zur nächsten Seite. Aber ich habe das Haus gebaut ganz nach deinen Wünschen …
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Eine blumige November Liebe
| erstellt von Tamburin- 0 Kommentare
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Eine blumige November Liebe Regenschauer jagen durch die Straßen der Stadt, der Wind treibt Nebelfetzen vor sich her, es ist kalt geworden - November! Hinter den regennassen Scheiben des kleinen Cafe's, sitze ich und starre trübselig, in meinen schon kalt gewordenen Kaffee. Ich könnte doch schon längst am weißen Strand von Miami liegen, mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und mit gierigen Blicken den Mädchen nachstarren, einen kühlen Drink einsaugen und abends eine Runde Poker spielen, ja, das könnte ich. Was sitze ich hier herum? Na ja, Sie wissen es nicht, aber ich weiß es, es ist Natascha, die mich hier festhält. Sie ist eine der hübschesten B…
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