Melancholisches, Düsteres, Trauriges
Kummer, Sorgen, Leid - Die düstere Seite des Lebens (ehemals Schattenwelt)
4.504 Themen in dieser Kategorie
-
feedback jeder art Otto Dix: Prager Straße (1920)
| erstellt von gummibaum- 2 Kommentare
- 1,9T Aufrufe
Der Krieg verspeiste lustvoll Arm und Beine und schickte nur die Reste heim ins Reich. Wer gestern Held war, sitzt als Krüppel bleich am Straßenrand und bettelt um das Seine. Dem Frieden frönen nun skurrile Wesen: Ein Torso auf dem Rollbrett im Verkehr, ein Ladenfenster, das Ersatz an Ehr dem Opfer zeigt: die neuesten Prothesen. Und was darauf an Zukunftsglauben gründet, das wackelt schon von frischem Hass zernagt, der bald sein Heil mit starker Hand verbündet, die alles ausmerzt, was ihr nicht behagt und schließlich einen nächsten Krieg entzündet. - Es sträubt sich dem das Haar, der hinterfragt. http://41.media.tumblr.com/e6910e6a8ee0…
letzter Beitrag von gummibaum, -
feedback jeder art Das kleine Schwarze
| erstellt von Letreo71- 11 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Mein Herz weint kummerschwere Tränen, es klingt, als heulten die Hyänen im Tale der Unendlichkeit und machten ihre Fänge breit, vom Schmerz der mich gefangen nimmt, darob die Hoffnung in mir dimmt. Ja, selbst am Glück mag ich zerbrechen, als wollt sich dieses an mir rächen mit jeder Fee die mir erscheint, hab ich mein Schicksal leis beweint, samt seinem finstren Nebelschleier, bedeckt es beinah jede Feier. Und tiefster Frohsinn der entfacht, erstickt in mancher Traumesnacht, in der sich Engel um mich scharen, um mich vor Bösem zu bewahren, indes ich meinen Schlaf vergeude un…
letzter Beitrag von Letreo71, -
Ganz klein
| erstellt von Lichtsammlerin- 9 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Du rollst dich zusammen ganz klein. "Warum weinst du?" Hat deine Lehrerin heute gefragt du hast den Kopf geschüttelt diese Schuld du hast nicht gesagt dass er der Grund ist dieses Schweigen wie ein Geständnis. Du spürst den Kloß in der Kehle und versuchst zu schlucken er steckt fest wie die Worte da ist noch ein Druckgefühl wo seine Hände waren du drängst den Schmerz weg von dir. Du rollst dich zusammen ganz klein jede Nacht aber diese Geborgenheit durchbricht er immer wieder. "Warum weinst du?" Du hast die Antwort verschluckt nur der Kloß bleibt bitter im Nachgeschmack.
letzter Beitrag von Lichtsammlerin, -
Ich fange an
| erstellt von Loui.Lou- 2 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Eine Flutwelle von Gefühlen bricht über mich zusammen diese Welt möchte ich verdammen. Meine Augen habe ich aufgemacht meine Welt von neuem bedacht. Ich geh weg. Einfach nur weg. Weg von diesen vorgespielten Lachen Weg von Teufels Rachen. Ich fange an zu leben Meinen Verstand habe ich verloren und ein neuer Mensch ist geboren. Eine Flutwelle von Gefühlen bricht über mich zusammen diese Welt möchte ich verdammen. Meine Augen habe ich aufgemacht meine Welt von neuem bedacht. Der Alltagstrott hängt mir aus dem Hals raus hinter mir schließe ich die Türe von dem verdammten Haus Ins Gesicht scheint mir die Sonne Auf dem Weg begegnet …
letzter Beitrag von DerSeelenDichter, -
Meisterwerk
| erstellt von 1hit1der- 2 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Am Fenster steh' ich still verhalten Und seh' hinüber zu dem Alten Der sitzt bei schwachem Kerzenschein Und malt mit Worten und mit Reim Die allerschönsten Bilder Frau und Kind war'n ihm entflohen Und so tut er's seit Jahren schon An jenem Tisch, Tag ein, Tag aus Ging nicht zu Bett, kam nicht heraus Und sprach kein einz'ges Wort Die Sorge fährt mir ins Gebein Erlosch doch grad der Kerzenschein Kann nun des Meisters Zeil'n nicht seh'n Die unter seiner Hand entsteh'n Und eile zu ihm 'rüber Dort sitzt der Alte matten Blickes Und hält das Werk seines Geschickes Die Kerze ist längst abgebrannt Ich nehm' s ihm aus der toten Hand Un…
letzter Beitrag von 1hit1der, -
verschlafener Morgen
| erstellt von ishuoris- 4 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
ein verschlafener Morgen türmt Spuren in jedem Zimmer aus dem Bett fahren die Kinder schlafen noch zu spät verstohlene Blicke die Buben leeren ihre Gesichter essen ihm Stehen es regnet typisch kein Benzin Geld für den Mittag fällt höher aus zahlt Vergessen für den Anschiss der Lehrer sie spürt ihre Blicke der Ältere lacht den Test versäumt er gern ihre Schuld ohne Slip in Jeans und T-Shirt fährt sie zur Schule letzten Samstag beim Polizeikommissariat drei jugendliche Einbrecher in Handschellen abgeführt Warnschüsse blicklos an ihr vorbeigeführt sie wartet schuldig der Kleine raucht schon mit 11 L…
letzter Beitrag von Angel, -
„Dreckig“ Es ist mal wieder Weihnachten... ER holt sich gerade Zigaretten... Ich höre draußen den Wind schreien..ein schreien nach Liebe...So voller Kraft und doch ohne Sinn.. Wann wird ER wieder da sein?? in 1,2..oder doch in 3 Minuten??In Der tiefen Stillen Nacht bellt ein hund.. Angst durch fährt mich..und eine Gänse haut Läuft mir den rücken hinunter , als ich darüber nachdenke, was er mir alles angetan hat. Meine Kindheit zerstört...den jungen trieb meiner Lebenskraft. Einfach zertreten. dunkle Schatten an der wand ..sie erinnern mich daran, wie seine kalten Hände meine Talje umringen ..Gierig und von Lust getrieben. Mein Magen Krampft sich schmer…
letzter Beitrag von wEySeR, -
In Purpur gehüllte stille Flüsse gar wie ein Spiegel der Schwärze Sieben Mündungen, sechs der dürre Des Gedankenstatues blutende Herze Zu Staub verfallen, alles vergangen All die Träume im Märchensarg begraben leben gerochen Wege verloren Im Nebelschein den letzten Berg erklommen In den Sternen klang ein Lied wie ein Hauch des Bittersüßen welch zu ferner Orten Aufbruch wies in Purpur verführten toten Flüssen
letzter Beitrag von Angel, -
Müde Erliege dem untragbaren Martyrium Im Niederschlag meines bruchstückhaften Gemüts Bin müde geworden, dem meinigen Bestehen Gab auf und ließ den ungetrübten Tränen ihren Lauf Haben hinfort getragen Die letzte existierende Empfindung, die sich noch in mir verbarg
letzter Beitrag von Aichi, -
Lichtsucher
| erstellt von Black Raziel- 6 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Lichtsucher -Sind wir nicht alle auf der Suche nach dem Licht?- Er gräbt sich immer tiefer durch das Erdenreich und kämpft sich durch das Fundament der Welt. Seine Haut ist zerschunden und ganz bleich, weil es hier unten keinen Sonnenstrahl erhält. Er ist nur auf dem Wege zur Oberfläche und ewig auf der Suche nach dem Licht. Niemals zeigt sein Wille eine Schwäche, doch so tief er gräbt, findet er es nicht. Gefangen im Trost der tristen Einsamkeit, lebendig begraben unter Tränen und Stahl, sehnt er sich nach der Flucht in die Freiheit und setzt an den Bohrer ein letztes Mal. Splitter um Splitter platzt aus der Steinwand und fetz…
letzter Beitrag von xsabrinaxo, -
Das ist ein sehr altes Gedicht von mir. Ich stelle es rein, da es eines der wenigen ist, das mir nach langer Zeit noch immer sehr gefaellt. Das wird hier wahrscheinlich nicht so gut ankommen aber.. naja.. viel spass :-). Weit weg, weit weg von mir ruht ein Ort mit dem Namen Tag und die schönste Pracht ruht hier ein goldenes Schimmern von oben herab Einst im Schleier der Zeit wurde gesagt, das man dahin nicht gehen darf Denn ist nicht alles was leiblich ist Weit weg von wo wir sind beschuetzt aus einem Schutzwahl der Mythen Mit Sagen über Schmerzen, Engel und zerbrochenen Herzen Dinge über die die Sterblichen nicht wagen zu denken E…
letzter Beitrag von Desîhras, -
nur kommentar Kindeskind
| erstellt von Lichtsammlerin- 8 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
In Mutters Armen ruht das Kind als brächte sie ein Opfer dar haucht sie den Namen in den Wind und wird der Stille ganz gewahr das Herz, das kleine, schlägt nicht mehr und war ihm nie gewährt die Kinderaugen blieben leer und Glanz ihnen verwehrt das weiße Laken nun verrückt vom Zittern ihrer Hand hat lange, lange zugedrückt als sich das Leben wand nun ist es still im Kinderzimmer das Mädchen hüllt den Leib sacht ein doch ihre Hände fassen nimmer was war, und durfte niemals sein Lebwohl, ich komme bald zu dir unser Papa darf es nie erfahren wer du warst, ver…
letzter Beitrag von Lichtsammlerin, -
Die Reise Die Reise in die endlose Weite der Nacht Führt uns Sklaven in die Welt der Seele und des Seins Erlöst von den Schlägen der Generäle In unser eigenes freies Königreich Ohne hysterisch nackte Schreie Erlebt man das erhabene Schweben Durch die gereinigten Pforten der Wahrnehmung Auch wenn das Leben uns alles nahm Und die Verzweiflung uns ausbrannte und vergiftete Ist man hier doch sicher und sieht kristallklare Wogen der Wellen Des vollkommenen Freiheitsgefühls Man schwimmt ruhig auf den sich ergießenden Schaumkronen Der Flucht, der Rettung, der Liebe Sie tragen uns immer weiter in die Ferne Fort von der gefühllosen Härte des…
letzter Beitrag von Torsul, -
am monatserster
| erstellt von Perry- 4 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
am monatsersten der tag zieht sich hinter vorhängen zurück, motorgeräusche verstummen unter bogenlampen, es riecht nach feierabend. was bringen die schritte auf der treppe? eine volle lohntüte oder den fuselgeruch der enttäuschung.
letzter Beitrag von Perry, -
unter krähen
| erstellt von Perry- 6 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
als hungrige raben ziehen wir übers land suchen nach verfaultem und verwestem werfen unsere flügelschatten auf feld und flur nehmen in hinterhöfen einander ins visier führen schon mal zeternde wortgefechte haken uns aber gegenseitig kein auge aus durchkämmen hinter federmasken beharrlich versteckte sprachschätze nach sinnsätzen die barrieren zwischen uns zu überwinden
letzter Beitrag von Perry, -
feedback jeder art Kein Ausweg 1 2
| erstellt von Teddybär- 24 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Kein Ausweg Ein immenser Berg von Schulden Das kann keinen Aufschub dulden Noch dazu der Liebeskummer Umsonst wähle ich deine Nummer Die Pistole liegt schon griffbereit Die vom Elend mich befreit. Der Abschiedsbrief ist auch geschrieben Sonst ist kein Ausweg mir geblieben Ich hab die Reißleine gezogen Und den Suizid schon lang erwogen. Ich sitze im Dämmerlicht der Kerzen Es hämmert laut in Kopf und Herzen Die halbe Flasche Wein hab ich verschüttet Über jedes Detail lange gebrütet Der Schuss wird die Nachtstille zerreißen Kein Gott wird mich willkommen heißen.…
letzter Beitrag von Teddybär, -
Hermetik
| erstellt von Vokalchemist- 5 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Wie oben, so unten. Auf den Grund gehen. Die Formel finden. Bis zur Spitze sehen. Allem entschwinden. Farblose, die Bunten. Wie innen, so außen. Im Zentrum stehen. Herr jeder Regung. An den Rand gehen. Kopf der Bewegung. Vertreibt die Banausen. Wie im Großen, so im Kleinen. Details sind mikro. Alles aufgefächert. Regeln sind makro. Immer gespeichert. Tote Erbsünder beweinen. © RS 2007
letzter Beitrag von Vokalchemist, -
Anfang vom Ende
| erstellt von Carla.xy- 8 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Dir war nie kalt Und jetzt frierst du Du warst nie müde Doch jetzt schläfst du Du warst nie leise Und jetzt schweigst du Für immer.
letzter Beitrag von Carla.xy, -
Wege
| erstellt von Miss Rainstar- 3 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Wege Die Spuren im Schnee schließen den Kreis mit dem Wind verfliegen die Gedanken Um meinen Kopf sammeln sich Kristalle aus dem Himmelgrau herab und die Stimme vereist Ich folge dem Wind durch einsame Städte durch Feld und Wald in die Dunkelheit Dort berühren Fingerspitzen altes Herz und Hirn die warme Haut gefriert um einen Klumpen Mensch Geh weiter, verlasse des Windes Bahn und sieh nicht zurück, eine Tür schließt sich leise Später komme ich wieder, wenn das Jahr vergangen ist liege ich auf der Strasse und halte die Welt an
letzter Beitrag von Vokalchemist, -
Die Gefahr der Narretei
| erstellt von Dd2V- 2 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Dunkel und neblig erscheint mir die Nacht, Flucht ist nicht möglich, der Henker, er wacht: über mein' Zukunft, die schon ward verkauft: an Herrn vandebrück; -Noch eh ich's geglaubt. Mein Schuldenstand hoch, bei Herr Vandebrück, Er leihte mir Geld,-bekam´s nicht zurück. Da ich ihn narrte, so oft ich nur konnt' Er mich verkarrte, zum Henker denpont. Auch Lord Menoza, ein übler Gesell, wünscht sich mein Tod her,und äusserst schnell: Da Ich geraubt hab sein´ Ruf und sein Glück, er mich verkauft hat an Herrn vandebrück. Das Leben als Narr; riskant, gefährlich ist doch ein Pläsir, nicht grad' erschwerlich. Doch wer's übertreibt, wie ich es …
letzter Beitrag von Vokalchemist, -
Den Weg gegangen
| erstellt von Miss Rainstar- 3 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Den Weg gegangen * Nasse Erde fällt in die Grube und stille Blicke, hinterher fragte niemand nach ihrem Namen * Übers Jahr kommt zartes Grün und die Blumen blühen einen Gruß unter Fremden * Die Schrift verwittert im Gras von Blütenkadavern versteckt, haben sie den Platz und ihren Namen vergessen
letzter Beitrag von Vokalchemist, -
Rain Der Tag war voller Gedanken Der Regen schien Unwirklich Zerbrochene Hingabe Ich wünschte Der Schmerz wäre nicht so klar Wie die glasigen Perlen Die heute morgen in meine Hände fielen Waren es doch nur meine Tränen
letzter Beitrag von Torsul, -
Verbundenheit
| erstellt von limonadengrundstoff- 5 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Hab ich nicht hervorgebracht was mir gefällt? In Stunden des Zerfalls ist's mir beschwerlich in dunklen Tunneln hallts und Freude ist entbehrlich. Ein Dichter ist nichts, ohne dahinsiechendes Leid, dem toten Grafen sprichts im Grab aus der Seele; dass alle, Goethe, Trakl, Hölderlin und ihr Schmerz den sie verspürten, in jedem die Worte nährte die in der Nacht im Nebel brüten. Aus uns spricht im Gedicht die unendliche Leere die uns ein jedes mal neu formuliert einen Dolch ins Herz stößt den wir so lieben. Im tiefsten Wasser ertrinken wir am Grunde des Sees an unseren eigenen Worten.
letzter Beitrag von Angel, -
Vendetta Ich knie' mich schwer dir auf die Brust im Rausch und bin mir doch bewusst: Auf dein Blut, da hab ich Lust. Mich quält dein Leben... ...und dich Todesangst. Mein Schmerz sei dir nun zugetragen. Will deiner Seel' das Heim versagen. Du sollst mein Leid nun für mich klagen. Hab' das Herz mir aufgewühlt... ... und dir den blanken Leib. Vergrab' im Fleisch die Klinge dir, dass warmes Blut die Stirn mir kür'. Entzwei' dein Herz, wie du einst mir. Ich lache leis' dabei... ... und du nimmer mehr. Wild schlägt es mir nun in der Brust. Ich seh' dich an. Mir wird bewusst: Durch dich ward mein Blut Ziel der Lust. Heut' …
letzter Beitrag von Knigg3, -
Clown align=justify In der Manege steht der Clown viele Menschen im großen Raum unter der Maske Tränen Clown muss Gefühle zähmen er muss sie zum Lachen bringen seine Einsamkeit bezwingen Déjà-vu aus dem Sinn der Beifall, ein kleiner Gewinn wir alle setzen Masken auf im Laufe unseres Lebenslaufs verbergen geschickt Gefühle zum Erreichen unserer Ziele die Maske versteckt die Melodie Gutes und Schlechtes im Remis der Clown lädt zum Lachen ein auch in seinem Traurig sein
letzter Beitrag von Rosenrot, -
Die Todeszelle
| erstellt von Vokalchemist- 1 Kommentar
- 1,8T Aufrufe
Haette ich das geschrieben, duerftet ihr mich anspruchslos nennen. Hier hat sich jemand gerieben aus Angst was zu verpennen. Der Tod hat keinen Wert, sein Wort ist Gottes Schwert. Bist du so sehr entehrt, daß niemand deine Gedanken verehrt? LG RS
letzter Beitrag von Vokalchemist, -
Tag im Nichts
| erstellt von Miss Rainstar- 5 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Tag im Nichts Das Meer ist verlassen am Ufer nur ein Stein kündet vom Ursprung, vom ewigen Sein. Am Himmel fliehen die Vögel ins Blau, im Nirgendwo fliehe ich auch. Meine Spuren im Sand verwischt der Regen, das Nass im Gesicht verräterisch, verwegen. So laufe ich endlos folge den Vögeln will auf ihren Schwingen ins Blau hinauf segeln. Doch der Sand unter meinen Füßen hält mich gefangen, denn an meinen Träumen hab ich mich erhangen.
letzter Beitrag von Homo_Ingenuus, -
Am Fluss der Zeit
| erstellt von Grauton- 3 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Wandernd am Fluss der Zeit erkenne ich Vergangenes klar spiegelnd. Gegenwärtiges nur leicht verzerrt und an Stellen der Zukunft bilden sich Strudel. Wandernd am Fluss der Zeit erkenne ich Fische - gegen den Strom schwimmend. Liebliche Zweisamkeit umgibt sie wie eine Aura. Doch nur einer von ihnen hat ein Gesicht... Hoffnungsvoll am Fluss der Zeit lasse ich Einen Stein über das Wasser tänzeln. An Stellen der Strudel beruhigt es sich um unheilvolle Tiefen preiszugeben. Wortlos am Fluss der Zeit nähere ich mich seufzend dem Abgrund. Halstief stehe ich bereits im Wasser, nur ein paar Schritte vom Tode entfernt. Müde treibend im Flus…
letzter Beitrag von 1hit1der, -
und danach ohne Worte
| erstellt von Josephine- 2 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
und danach ohne Worte... Flammende Zungen, die der Vergangenheit Zeugnis tragen. Im vertrauten Raum, Worte fliegen scharf wie Pfeilspitzen. Verletzt sind Seele und Herz... Teuflische Blicke im Engelskostüm, mit gespaltener Zunge Wahrheit verhüllen. Vertrautheit verblaßt... Erfrorene Tränen der Erkenntnis, wie Hagelkörner auf den Boden krachen. Der Raum sich zur Gitterzelle verformt. Der Zunge Flammen sind erloschen. Was bleibt ist dieser kalte Ort...
letzter Beitrag von Josephine, -
feedback jeder art Schachmatt
| erstellt von Freiform- 4 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Ich kenne all die Tiefen die das Leben zu bieten hat und an so manchen Tagen stand ich schon Schachmatt Das Seil hing fest am Kragen der Lebensfaden überspannt der Tod wollt mich forttragen dann kam das Leben angerannt Um mich zurück zu holen es wäre noch nicht Zeit mir den Hintern zu versohlen mit einer Portion Leid So ertrink ich in den Tiefen über den ganzen Tag und mit jedem Augenaufschlag ich das Leben nach Erlösung frag
letzter Beitrag von Freiform, -
nur kommentar Expression
| erstellt von Cheti- 6 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Kummer bricht die Herzen: Träne! Träne! Wachs tropft von den Kerzen, dort in stiller Nacht, wo nur das Auge wacht, blutunterlaufen – Wein und Bier; im Alkohol ersaufen will der stumme Mund zu jener Teufelsstund. Und überall Gespenster: Tock! Tock! Ein Rabe klopft ans Fenster, mit Aas in seinem Schnabel, wie in düstrer Fabel – blutgetränkt, Fleisch in Fetzen. Willst du dich verletzen? Stumme Silberklingen; Hör den Teufel singen! Rost'ge Gitter ziert: Eis! Eis! Oh, die Welt erfriert, ob ihrer vielen Frevel, betäubt von süßem Sc…
letzter Beitrag von Cheti, -
feedback jeder art winternacht
| erstellt von Perry- 8 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
über dem fluss treiben schneewolken hellen den horizont in den uferbäumen hängen längst verlassene rabennester es ist ein tag geschaffen das laute zu grabe zu tragen nach den jahren wärmt die tiefstehende sonne von innen die arme hängend wie die zweige der trauerweiden gehen wir hand in hand den uferweg entlang hinaus ins ländlich weite auf einer bank sagen wir küssend noch einmal ja zueinander warten dass frau holle ihren ewigen mantel über uns breitet der nachtwind endgültig das glitzern aus den augen weht
letzter Beitrag von Perry, -
Seule des Truebsins
| erstellt von Desîhras- 2 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Ein Augenblick, voll Trost sich scharrt um einen kleinen Gedanken der Schoenheit und durchdies wird alles rein bis die Angst sich entbrannt Der Gedanke an Verlust wie ein Windhauch vergiftet durch Rauch die Zitze der Totesbrust Schwaerze uebernimmt klammheimlich und jede Muenze waechselt die Seite werfen sich hin vor dem Lord der Breite und die Sterne gehen dahin
letzter Beitrag von Desîhras, -
Wo bist Du?
| erstellt von Herr Mannelig- 3 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Wo bist Du? Wo bist Du, ich suche Dich schon überall! Bin kurz vorm Fall, will mich halten! Doch woran? So gib mir deine Hand, damit ich mich retten kann! Damit ich mich halten kann an Dir! So zögere nicht länger, greif nach mir! Oder ich nach Dir? Der Abgrund er wächst, er wächst mit jeder Stunde! Doch sind es nicht die Stunden, Sind die Sekunden die quälen! Es verstreicht die Zeit wie tiefe Nadelstiche, Und hinterlässt die grässlichen Spuren der Realität! So lass ich mich nun Fallen, Und hoffe nicht länger auf Dich!
letzter Beitrag von Tigerauge, -
Engel
| erstellt von PoEtRy-GiRl- 3 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Es ist wahr, für mich hat jeder Tag ein Happy End wenn du mir ein Lächeln schenkst. Ich hab in der Nacht den Song für dich geboren bist du nicht da dann ist's als wär die Sonne eingefroren. Und jede Line ist für dich, die ich schrieb bei jeder Zeit und jedem Leib, der Licht für mich scheint. Ich brauch nichts anderes,nur nen Augenblick mit dir. Ich würd echt alles dafür tun um meine Frau nicht zu verlieren. Unsre Welt ist voller Lügen und Dreck, Mein Engel, breite deine Flügel und dann flieg damit weg. Ich weiß doch, dass es schwer ist und das Leben ist mies. Doch es regnet auf mein Herz, wenn du Tränen vergießt.
letzter Beitrag von rastlose65, -
textarbeit erwünscht Musik an.
| erstellt von Ava- 4 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Musik an. Gedanken aus. ich bin abhängig – was ein Graus. Musik lauter. Auch dem Gedanken sag ich: bis dann.
letzter Beitrag von Ava, -
feedback jeder art Vorwärts!
| erstellt von Alexander- 7 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Vorwärts! In frischen Wiesen gehe ich, bin erleichtert und zufrieden. Vor mir die Pfade, enden nicht, hinten sieht man Asche fliegen. Eure Felder brennen heller, so tanzt mein Schatten vor mir her. Zeit heilt Wunden, immer schneller, sie trägt und prägt ein Narbenmeer. Die Kraft der eigenen Natur gedeiht in mir, in voller Pracht. Im Rücken füllt ihr, mit Bravour, die Särge die für euch gemacht. Der Wille schaut mit Stolz zum Mut. Beide sind sich fest ergeben. Die Asche fällt hinab zur Glut. Vorwärts! Vorwärts! Richtung Leben!
letzter Beitrag von Alexander, -
Eisnacht
| erstellt von Edgar Allan Poe- 5 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Nur mit Mühe halte ich diesen Stift mit dem ich dies niederschreib, vorher noch vom Fieber heiß, ist mir nun wieder kalt. Es muss vom Stift kommen, sagt mir mein Gefühl, denn leg ich ihn beiseite ist mir nicht mehr kühl. Doch kaum mag ich nur ans Schreiben denken, wird hinter diesen kalten Wänden aus Stein, jeder Tropfen Wein, der mir um die Finger fließt zu Eis in meinen Händen. Gerade habe ich das letzte Glas getrunken, da bin ich auch in tiefen Schlaf gesunken und nur innerhalb paar Sekunden in eine andere Welt verschwunden. Ich sah mich an einem Ort wo weder Baum noch Gras, nur ein trüber Wind mich umgab, anbetend vor einem Grab auf welchem…
letzter Beitrag von Edgar Allan Poe, -
Leben ist der langsame Weg zu sterben
| erstellt von Miss Rainstar- 7 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Leben ist der langsame Weg zu sterben Stöhnend kotzt die Lunge den Rauch vergangener Nächte aus den Poren stinkt noch immer dein Parfum Die Blicke verschleierter Pupillen betteln die Flaschen auf dem Tisch an denen noch immer Lippenstift klebt Zu den Scherben zerbrochener Seelen gesellt sich Glas in den Fußsohlen doch auf Narben liegt sichs leichter als auf dem Boden der Wahrheit
letzter Beitrag von Miss Rainstar, -
Vor der Höllenpforte
| erstellt von DerSeelenDichter- 3 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Vor der Höllenpforte Es war sehr ruhig an jenem Tage Wo ich mich fand am Höllentor Nicht unerwartet kam die Lage Und Satan selbst trat nun hervor Bescheiden schwankte er herüber Ich kannte seinen scharfen Blick Mein irdisch Leben war vorüber Und meine Seele hing am Strick Doch das zu Unrecht, will ich meinen Versprach er mir doch Ruhm und Geld Erfolg im Leben hatt' ich keinen Und Amors Pfeil hat mich verfehlt Er hatte mir sein Wort gegeben Doch galt mir nun sein arger Spott Er sprach zu mir: "So ist das Leben Ich bin der Teufel und nicht Gott"
letzter Beitrag von DerSeelenDichter, -
feedback jeder art Und am Ende..
| erstellt von Behutsalem- 7 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Und am Ende... ... nimmt das Schweigen, aus dem Herz die Melodie, klanglos weichen die Nuancen, einst gespielter Symphonie. Wandelt Dur in Mollakkorde, bis zum Stillstand, ohne Takt, seitenlos die letzten Fjorde, Heimat fern und seelennackt, tropft die Wehmut aus den Augen, nimmt der Sicht das Gradeaus; schwemmt die Bilder aus dem Rahmen, kampflos gibt sie wieder auf.
letzter Beitrag von The8Armed, -
Krieg
| erstellt von Vokalchemist- 4 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Wenn die Sprache nicht erfunden wäre, bräuchten wir ganz schnell größere Heere. Dann sähen wir uns wieder im Schützengraben, über den hohen Mutes Generäle traben. Die Gegner tauschen Waffen, finanziert von Lackaffen. Es geht nur so um hehre Ziele, Endgültig vorbei alle Spiele. Otto Normalverbraucher wird zum Grenadier, Deutschland einig Vaterland, jawohl das sind wir. Doch trotz allem lachen wir auch diesmal zuletzt, denn um die Macht wird sich sehr viel härter gefetzt. © RS 2007
letzter Beitrag von Vokalchemist, -
Geschichte
| erstellt von Schwarzer Diamant- 1 Kommentar
- 1,8T Aufrufe
Geschichte Getrieben von allen Ohne einen Funken leben So leblos und fern sein Blick Ohne Heimat sie durchzieht Sie betritt und vollendet Ohne Wissen davon Die Waffen verstaut An beiden Beinen Seinen Tod ohne Sinn erwartet Ihn umarmt Seinen inneren Tod bekämpft Sein Leben ohne Ziel begegnet Das Ziel seiner Reise sucht Wieder bedroht ihn jemand Wieder gibt es tote Wieder geht er weiter Den Trost seines Lebens Lange bereits verloren Die Vergangenheit Seine Zuflucht Sein fester Anker Die Fesseln seines Lebens Ihn mit fester Hand umrahmen Seine Bedeutung erkämpft Die Augen davor verschlossen Seine Blicke nu…
letzter Beitrag von Nils, -
Der verlorene Stuhl
| erstellt von ezperanto- 1 Kommentar
- 1,8T Aufrufe
Der verlorene Stuhl Jetzt steht er vor mir mit dem Grinsen, will mir nehmen, was mir wichtig ist. Vorbereitend für zukünftige Plinsen, kommt er näher, setzt die letzte Frist. Der Ärger ist zwar da, doch kühl. Es trägt mich fort dem Gefühl, das dies noch nicht alles war, was aus meiner Kompetenz gebar. Furchtlos eines Ritters gleich, schiebe ich es hin. Ich weich´. Zu guter Letzt mein Trost. Ich bin kaum noch erbost. Im Akt finaler Schande, räum´ ich alles auf und brech´ die Bande, die mich hielt wohlauf.
letzter Beitrag von ezperanto, -
feedback jeder art bitter
| erstellt von sofakatze- 7 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
wie verlogen kann man sein? falsche schlange, haifischbecken schläfst in seinen armen ein traust dich nicht, ihn aufzuwecken traust dich nicht. ist das dein trost? liegst bequem in seinen decken und hältst still, wenn er liebkost … feige hunde müssen lecken sag, wie hält man sowas aus? spiegelblicke, nachterschrecken komm aus deinem schneckenhaus komm! und lerne wahrheit schmecken
letzter Beitrag von sofakatze, -
feedback jeder art La Chapelle (Die Kapelle)
| erstellt von Cheti- 1 Follower
- 12 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
La Chapelle J'entends les cloches au loin, sans écouter la tempête. Et leurs voix crient strident, pour pénétrer dans ma tête. Les chants rugueux des moines sont enterrés par leur or; et il ne reste rien que le sourire de la mort. Derrière des lourdes portes un crâne repose sur l'autel. Il garde le lit des morts, le secret de la chapelle. Et moi, je suis piégé comme un fantôme de tristesse. Seuls trois mots abrégés chantent tranquillement ma jeunesse à l'ombre de la nuit: R·êve! – I·mplore! – P·éris! ____________________________________ Wörtliche Übersetzung: Ich höre die Glocken in der Fern…
letzter Beitrag von Freiform, -
Dichterherz
| erstellt von Black Raziel- 5 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Dichterherz -Horror Vacui- Schmerz ist einzig, was mein Dichterherz treibt, wie mein Innerstes auf Papier erscheint. Und als Erinnerung erhalten bleibt, wie mein Herz als Wort nun weiter weint. Nur das leere Blatt vermag zu fassen, was meinem Munde niemals gelingt. Denn die Leere zu fürchten und zu hassen ist alles, was die Feder vorwärts schwingt.
letzter Beitrag von Black Raziel, -
Augen-blick
| erstellt von KumboYa- 8 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Absurd geweintes Morgenlicht floh ausgehauchten Sternen. Den nächsten Tanz der Fernen sehen diese Augen nicht. Denn Nacht ergoss sich tief in sie, obgleich die Sterne schienen. Ihr helles Hoffen sieht man nie, weil sie stets glanzlos dienen. Sie betrachten nur und seufzen stumm. Jede Freude schürt ihr Leid, jeder Kuss entfacht den Neid, und jedes Lächeln bringt sie um. Es will das Dunkle nicht entschwinden, denn was das Leben bisher sang, hat nichts erbaut, zu viel zerstört, verweht der Seele ungehört. Verhallten Schrittes Schattenklang zerwarf sich an den Wänden. Trost, Geleit sind nicht zu finden, denn in des Schicksals…
letzter Beitrag von Seth, -
Den letzten Weg gehst du allein
| erstellt von Alter Wein- 4 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Den letzten Weg gehst du allein Irgendwann geht ER zu Ende – der so geliebte Lebensweg, und es ist die letzte Wende vor dem hohen, schwarzen Steg. Die Familie steht dir bei in den schweren Stunden, Außenwelt wird einerlei, Wünsche sind entschwunden. Doch den Kampf führst du allein, siehst dich in der Kindheit wieder, keiner kennt die Angst und Pein und sie ringt dich achtlos nieder. Dich erreicht kein Trost, kein Wort, dein Leben zieht an dir vorbei - es führt zu einem fernen Ort, alles ist nun einerlei. Du ersehnst das Ende, die Fesseln sind entzwei, du weißt, es ist die Wende - sie gibt die Seele fre…
letzter Beitrag von Alter Wein, -
Eine Weihnachtsgeschichte
| erstellt von 1hit1der- 6 Kommentare
- 1,8T Aufrufe
Eine Weihnachtsgeschichte Kam jüngst zurück von seiner Reise, wie jedes Jahr, die alte Weise, er schaltet an das Radio und lauscht und lächelt schadenfroh. Mal wieder Terror, dort und hier. Er gönnt sich nun das erste Bier und lässt sich faul auf's Sofa fallen. Durch's Haus hört man sein Lachen schallen. Schon lange ist's ihm einerlei, hat er doch schließlich früher frei, wenn Mensch um Mensch dahingerafft, wo Krieg des Lebens Ende schafft. Gelangweilt schaltet er nun leiser. "Komm' her du Zwerg" krächzt er heiser. Er wird so richtig wiederlich, nimmt er erst ein paar Bier zu sich. Der kleine Elf tritt zaghaft ein. …
letzter Beitrag von Salavan,
